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Zürcher Kirche portiert Rita Famos für das EKS-Ratspräsidium

Der Kirchenrat der Reformierten Zürcher Landeskirche hat am 4. September die Kandidatur von Rita Famos als Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz EKS bei der Nominationskommission EKS eingereicht. Die Delegation der Zürcher EKS-Synodalen hatte Rita Famos einstimmig als Kandidatin vorgeschlagen. Die Zürcher Kirche ist überzeugt, dass die 54jährige Pfarrerin mit ihrer breiten Erfahrung in der Lage ist, unter den Mitgliedkirchen der EKS ein neues Miteinander aufzubauen und die EKS aus der Krise zu füh-ren, schreibt der Kirchenrat in seinem Empfehlungsschreiben.

Rita Famos ist seit 28 Jahren in verschiedenen Funktionen für die Kirche tätig, u.a. als Gemeindepfarrerin, als Beauftragte für die Pfarrausbildung oder als Sprecherin des «Worts zum Sonntag». Seit 2013 ist sie in der Zürcher Landeskirche Abteilungsleiterin Spezialseelsorge mit rund 100 Mitarbeitenden. Von 2011 bis 2014 war sie auch bereits Ratsmitglied im damaligen Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund.

Bereits vor zwei Jahren hatte Rita Famos ihre Visionen für die EKS der Öffentlichkeit präsentiert und der EKS-Synode bei der Bestätigungswahl für das Präsidium eine Alternative geboten. Seit Gottfried Lochers Rücktritt im Mai ist das Amt vakant. Die Wahlen finden in der Synode in Bern vom 1. bis 3. November statt. Neben dem Präsidium ist ein freier Ratssitz zu besetzen.

Im Blick auf die Entwicklung und Positionierung der EKS würde Rita Famos als Ratspräsidentin in folgenden Bereichen einen Schwerpunkt setzen: Sie ist überzeugt, dass die Kräfte der Mitgliedkirchen künftig stärker zu bündeln sind, d.h. dass es bei knapper werdenden Ressourcen sorgfältig abzuwägen gilt, wo welche Aufgaben bewältigt werden. Weiter will Rita Famos die Stärke der Kirche kommunizieren, indem sie einer modernen, aufgeschlossenen Kirche, die auf Dialog, Vielfalt, und die Vermittlung von Werten setzt, Stimme und Gesicht gibt. Und schliesslich möchte sie das Potenzial der Kirche weiterentwickeln, indem diese sich den gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen stellt: «Die EKS soll vermehrt zur Plattform und zum Netzwerk für die besten Ideen, hellsten Köpfe und besten Praxiserfahrungen aus dem Umfeld der Mitgliedkirchen werden, wo die gesamtgesellschaftlichen und kirchlichen Herausforderungen definiert, diskutiert und weiterentwickelt werden.»

Der Zürcher Kirchenrat ist überzeugt, dass Rita Famos in Politik, Ökumene und interreligiösem Dialog als starke und gewinnende Stimme des vielgestaltigen Protestantismus auftreten wird. Der Kirchenrat freut sich ausserordentlich, dass sich nun für die EKS die Chance bietet, zum ersten Mal eine Frau zur Präsidentin zu wählen.