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5. Digitalen Wandel gestalten

Der digitale Wandel verändert die lebensweltlichen Bedingungen rasant und grundlegend.

Als Teil der globalisierten Gesellschaft ist auch die Kirche herausgefordert, sich mit den Chancen und Risiken dieser Entwicklung auseinanderzusetzen.

Kirchgemeinden und Landeskirche «nutzen die Möglichkeiten zeitgemässer Kommunikationsmittel»
(Art. 89 Kirchenordnung).

Wenn sie digitale Instrumente einsetzen, werden sie auch in Zukunft nahe bei den Menschen sein, da deren Lebenswelt immer stärker durch die digitale
Kultur geprägt sein wird. Auf der anderen Seite wird von der Kirche erwartet, die gesellschaftlichen Folgen und Auswirkungen der digitalen Transformation
zu thematisieren.

Die Bildungsarbeit der Landeskirche hat zum Ziel, das «spirituelle, soziale und kulturelle Urteilsvermögen der Menschen
zu stärken» (Art. 82 Kirchenordnung).


Massnahmen

Möglichkeiten der Digitalisierung systematisch einbeziehen

In Landeskirche und Kirchgemeinden gibt es eine Reihe von Bereichen, in denen der systematische Einsatz digitaler Prozesse und Instrumente von zunehmend grossem Nutzen sein kann – etwa in Verwaltung, Kommunikation oder Bildung. Dafür braucht es eine Digital-Strategie. Sie betrifft sowohl
Aufgaben nach innen wie auch Angebote nach aussen. Systematisch heisst dabei auch gemäss verbindlichen Regeln, d.h. einem umfassenden Compliance-Programm.

Daten nutzen und schützen

Daten sind wirtschaftlich von immer grösserem Wert. Sie sind aber auch für Non-Profit-Organisationen von grossem Nutzen, weil sie es erlauben, Prozesse fakten- und evidenzbasiert zu steuern und zu gestalten. Es wird ein konsolidiertes Datenmanagement aufgebaut, das die systematische Beschaffung, die Haltung, die Auswertung, die Nutzung für strategische Zwecke und den Schutz von Daten umfasst.

Auswirkungen der digitalen Kultur reflektieren

Die digitale Kultur ist gekennzeichnet durch den Einsatz algorithmischer Prozesse, die universale Verfügbarkeit von Inhalten und neuer Formen von Ge-
meinschaftlichkeit durch die Sozialen Medien. Sie prägt zunehmend die Lebenswelten der Menschen und das gesellschaftliche Gefüge. Auch die Kirche ist
gehalten, sich mit den Folgen einer digitalen Kultur, beispielsweise für die Demokratie oder den Arbeitsmarkt, auseinanderzusetzen und insbesondere nach einer lebensförderlichen Balance zwischen analogen und digitalen Lebensweisen zu fragen.