Message

4. Sorge tragen

Der Zusammenhalt in der Gesellschaft wird anspruchsvoller. Die Solidarität der Menschen untereinander ist immer weniger selbstverständlich.

Das Leben in Gemeinschaft ist darum neu zu entdecken. «Die Landeskirche trägt mit ihrem diakonischen Handeln dazu bei, persönlicher und sozialer Not
vorzubeugen, diese zu lindern oder zu beheben. Sie unterstützt Menschen in der selbständigen Lebensgestaltung und schafft Möglichkeiten der Begegnung und der Gemeinschaft» (Art. 66 Kirchenordnung).

Im Wissen darum, dass Selbstsorge und Sorge um das Wohl des Nächsten Hand in Hand gehen, thematisiert die Landeskirche den Wert zivilgesellschaftlicher Verantwortung und setzt sich zielgerichtet für die Bildung, die Pflege und den Erhalt solidarischer Gemeinschaften ein.

Mit zu diesem Ziel gehört, dass die Reformierte Kirche ein wichtiger Akteur im Aufbau von nachbarschaftlichen Netzen in den Städten und Dörfern des Kantons Zürich bleibt.


Massnahmen

Den Beitrag zur Zivilgesellschaft reflektieren und kommunizieren

Die Landeskirche trägt durch ihre Leistungen mit gesamtgesellschaftlicher Bedeutung wesentlich zu Solidarität und Stabilität einer offenen und demokratischen Gesellschaft bei. Eine Zivilgesellschaft kann nur prosperieren, wenn die Menschen im Zusammenspiel zahlreicher Institutionen so gefördert werden, dass sie ein lebenswertes Leben leben können und einen Beitrag zum Ganzen zu leisten vermögen. In Forschungsarbeit wird der Beitrag der Kirchen zu diesem «Sozialkapital» der Gesellschaft sichtbar und der Öffentlichkeit bekannt gemacht.

«Caring Communities» fördern

Je weniger selbstverständlich die Hilfe am Nächsten ist, desto wichtiger wird der zielgerichtete Aufbau und Erhalt solidarischer Gemeinschaften. Abgestimmt auf lokale Gegebenheiten werden «Caring Communities» zielgruppenorientiert, kleinräumig und mit innovativen Formen gefördert und gepflegt. Dabei werden einerseits unterschiedliche Faktoren berücksichtigt wie etwa eine generationenübergreifende Solidarität oder Formen der Inklusion. Anderseits wird auf lokaler, regionaler und landeskirchlicher Ebene die Zusammenarbeit auch mit säkularen Institutionen gesucht, da es für ein tragfähiges soziales Netz eine Vielzahl von Akteuren braucht, die je aus ihrer Verantwortung, ihrem Selbstverständnis und ihrem Potenzial heraus einen Beitrag leisten.

Als Arbeitgeberin sorgsam handeln

Das Wohlergehen von Mitarbeitenden gehört zur Verantwortung der Arbeitgeberin Kirche – auf allen Ebenen. Insbesondere in Zeiten des Umbruchs und
der steigenden Anforderungen müssen Mitarbeitende begleitet, gestärkt und gefördert werden, um ihre Gesundheit, ihre Widerstandsfähigkeit und ihre Motivation zu erhalten. Die Personalentwicklung, die Instrumente und Methoden dafür zur Verfügung stellt, ist gezielt weiterzuentwickeln und zu akzentuieren.