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Ökumene und Reformation

Die Zürcher Reformation ist ein ökumenisches Ereignis. Sie hat in Auseinandersetzung mit verschiedenen kirchlichen Strömungen stattgefunden und Auswirkungen auf die weltweite Kirche gehabt. Hier finden Sie Termine – Veranstaltungen – Materialien

Die Zürcher Reformation ist ein ökumenisches Ereignis. Sie hat in Auseinandersetzung mit verschiedenen kirchlichen Strömungen stattgefunden und Auswirkungen auf die weltweite Kirche gehabt. Sie hat zu Spaltungen und Wiederannäherungen geführt, zu Verurteilungen und Versöhnungen, aber auch zur weltweiten Verbreitung einer Vielfalt von Kirchen. Diese ökumenische Vielfalt von Kirchen ist heute in Zürich selber präsent. Menschen aus verschiedenen Regionen, Ländern und Kulturen sind hierhergekommen sind und haben ihre Formen von Glaube und Kirche sein mitgebracht.

So findet das Reformationsjubiläum in Zürich und in der ganzen Schweiz bewusst auch in ökumenischer Perspektive statt. Auch die Reformationsbotschafter Pfarrerin Catherine McMillan und Pfarrer Christoph Sigrist sorgen von Zürich aus für Vernetzung in der Ökumene vor Ort, in der Region und weltweit. Rückblick und Ausblick auf markante ökumenische Anlässe sind im Folgenden zusammengestellt und werden laufend aktualisiert. Aktuelle Veranstaltungen sind in der Agenda zu finden.

Rückblick

Den Auftakt des Reformationsjubiläums in Zürich bildete der Halt des Europäischen Stationenwegs. Die Veranstaltung im Hauptbahnhof im Januar 2017 wurde von der Zürcher Landeskirche gemeinsam mit den Täufern (Mennoniten) gestaltet.

Im März 2017 veranstaltete die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Zürich – AGCK ZH eine ökumenische Podiumsdiskussion unter dem Thema „Brauchen alle Kirchen Re-Formation?“. Aus freikirchlicher, katholischer, christkatholischer und orthodoxer Sicht wurden Impulse der Reformation würdigend und kritisch diskutiert. Mehr...

„Gemeinsam zur Mitte“ hiess das Motto des Gedenktages, der vom Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund - SEK und von der Schweizerischen Bischofskonferenz am 1. April gemeinsam in Zug ausgerichtet wurde. Der Akt der Versöhnung zwischen Vertretern der Reformierten und der Römisch-Katholischen Kirche hinterliess einen tiefen Eindruck. Mit runden Geburtstagen begegneten sich an diesem Anlass die Reformation und Niklaus von Flüe / Bruder Klaus. Mehr…

Mit dem Theaterstück „Nimm mich mir“ wurde die Geschichte von Bruder Klaus in einem ökumenischen Projekt bewegend aktuell. Der Uraufführung im April in Zürich folgen bis März 2018 weitere Aufführungen in der ganzen Schweiz. Mehr…

Im Mai war die Zürcher Landeskirche mit dem SEK im Schweizer Zelt der „ReformierBar“ am Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin präsent. Die Zusammenarbeit mit dem Reformierten Bund in Deutschland und der Waldenserkirche in Italien ermöglichte gemeinsame Programm-Highlights und Projekte. So wurden auch das Magazin zum Reformationsjubiläum 2017 – Nach Gottes Wort Reformiert  und die App für reformierte Frömmigkeit from… vorgestellt.

Im gleichen Monat eröffnete die Zürcher Landeskirche mit dem SEK und der Schweizerischen Bischofskonferenz den Schweizer Pavillon „Prophezey“ an der Weltausstellung Reformation in Wittenberg, die noch bis zum 10. September 2017 zum Besuch empfohlen ist. Mehr…

Im Juni startete das Projekt „ökumenischer Brückenschlag“ mit einer speziellen Aufführung des Mysterienspiels „Akte Zwingli“ für die Mitglieder der Synode und des Stadtverbands der römisch-katholischen Kirche. Das Verbindende von reformierter Tradition und katholischer Form des Kirche-Seins  steht dabei im Vordergrund, vor allem in der Perspektive einer gemeinsamen Verantwortung für die christliche Botschaft in der pluralen Gesellschaft von heute. Den Bogen zwischen den bis März 2018 geplanten Brückenpfeilern „Kultur“, „Ökumene“ und „Volksfest“ schlagen drei ökumenische Disputationen. Flyer/Detailinfos

Am 18. Juni fand der nationale Festgottesdienst des SEK unter Beteiligung internationaler Gäste im Berner Münster statt. Unter anderem sprachen Kardinal Kurt Koch, der Erzbischof von Canterbury Justin Welby, der Präsident der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen Jerry Pillay und die deutsche Reformationsbotschafterin Margot Kässmann. Mehr…

Die Zürcher Reformationsbotschafterin Catherine McMillan reiste mit der Schweizer Delegation im Juni nach Leipzig zur Vollversammlung der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen – WGRK. Unter anderem befasste sich die Versammlung mit einer Deklaration zur Frauenordination und mit der Struktur und Verbindlichkeit der Weltgemeinschaft. In Wittenberg unterzeichnete die WGRK die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre  des Lutherischen Weltbundes und der römisch-katholischen Kirche (der methodistische Weltrat ist der Erklärung bereits beigetreten). Zudem wurde gemeinsam mit der Evangelischen Kirche in Deutschland - EKD das Wittenberger Zeugnis unterzeichnet. Persönliche Eindrücke der Versammlung: siehe Blog der Schweizer Delegation.

Im Juli fand die erste von drei Zürcher Disputationen im Rahmen des ökumenischen Projekts „Brückenschlag“ statt. Zum Thema Das spezielle Gesicht des Zürcher Katholizismus. Vom Aussenseiter zur politisch und gesellschaftlich anerkannten Religionsgemeinschaft diskutierten unter der Moderation von Pfr. Christoph Sigrist Generalvikar Dr. Josef Annen, Kirchenratspräsident Michel Müller, Nationalrätin Barbara Schmid-Federer und alt Kirchenrätin Irene Gysel. Mehr…

 

Landeskirchlicher Festgottesdienst am Reformationssonntag: 5. November 2017, 17 Uhr, Pauluskirche in Zürich: Mit Gästen aus den Schwestergemeinden der Reformation im Kanton Zürich: Evangelisch-Lutherische Kirche Zürich, Chiesa evangelica di lingua italiana (Waldenser-Gemeinde), Eglise réformée française zurichoise, Iglesia Evangélica Hispana, International Protestant Church.

Niklaus von Flüe ökumenisch und interreligiös betrachtet. Vortrag von Dr. Roland Gröbli, 8. November 2017, 19.30 Uhr, Hirschengraben 66, Zürich. Mehr...

Zweite und dritte Zürcher Disputation (Projekt "ökumenischer Brückenschlag"):

  • Heilige –Vorbilder im Glauben im Zeitalter einer personalisierten Mediengesellschaft, 20. November 2017, 18.30 Uhr, Kulturhaus Helferei Gäste: Priorin Irene Gassmann, Kloster Fahr; Pedro Lenz, Schriftsteller; Peter Rothenbühler, Journalist.
  • Ritual –  Über  Sinn  und  Unsinn  von  Weihwasser,  Kerzen  und sakramentalen Riten für Menschen der nachkonfessionellen Generation, 7. März 2018, 18.30 Uhr, Kirchgemeindehaus Liebfrauen. Gäste: Dr.  Christian Rutishauser, Provinzial der Jesuiten in der Schweiz; Renate von Ballmoos, Pfarrerin an der Predigerkirche Zürich.