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Fastenbruch und Freiheit

Psalmen, Monologe und eine Kantate zum Reformationsjubiläum auf einen Text von Ulrich Knellwolf

Am Abend des ersten Fastensonntags des Jahres 1522 ass der Zürcher Buchdrucker Christoph Froschauer mit seinen Mitarbeitern und einigen Freunden in seiner Wohnung feierlich Wurst. Dies erfolgte im Sinn eines bewussten, provozierenden Bruchs der geltenden Fastengebote. Vierzehn Tage später rechtfertigte Zwingli dieses Wurstessen als legitime Wahrnehmung der christlichen Freiheit in seiner Predigt „Von Erkiesen und Fryheit der Spysen“. Das Zürcher Wurstessen und Zwinglis Predigt über die freie Wahl der Speisen sind wichtige Bausteine für den Anfang der Zürcher Reformation.

Im Vorfeld des bevorstehenden Zürcher Reformationsjubiläums komponierte Edward Rushton eine Kantate auf einen Text von Ulrich Knellwolf über das Zürcher Wurstessen. In seinem für diese Kantate verfassten Text „Geist und Wurst“, beleuchtet Ulrich Knellwolf das Wurstessen aus historischer und theologischer Perspektive.

Neben der Uraufführung der Kantate von Edward Rushton hören Sie in diesem Programm Psalmenvertonungen aus dem frühen 17. und aus dem späten 20. Jahrhundert, sowie zwei grossangelegte Werke, Frank Martins „Sechs Monologe aus Jedermann“ auf Texte von Hugo von Hofmannsthal und William Bolcoms dämonische „Lilith“, ein wild-virtuoses Duo für Altsaxophon und Klavier.

Trailer der neuen Kantate „Geist und Wurst“ von Edward Rushton und Ulrich Knellwolf

Kontakt für eine Buchung: Harry White