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Söldnerwesen

Söldnerwesen im Urteil Zwinglis

Im Art. "Gerechter Krieg" werden Argumente Zwinglis gegen den Söldnerdienst angegeben. Dort ist auch Literatur angegeben. Für weitere Argumente im O-Ton verweise ich auf Zwinglis Schrift "Eine göttliche Ermahnung der Schwyzer" (1522), mit der er die Schwyzer v.a. aus sittlichen und patriotischen Gründen von einem Soldbündnis mit Frankreich abhalten wollte (ZwS I, S.75-100). Ein Ausschnitt daraus wird im Art. "Von Kriegstaten" zitiert.

Ein zentrales Anliegen war Zwingli die Freiheit. Er ahnt, dass Pensionsherren, Krieg und Soldbündnisse zum Verlust der eidgenössischen Freiheit führen würden. " 'Als ein trefflich gut Eydgnoss' hätte er gern gesehen, dass man sich wieder wie die alten Eidgenossen verhalten, aller Herren entschlagen und die alte Frömmigkeit wieder angenommen hätte" (so H. Bullinger: Reformationsgeschichte I, 308f.). Als führender Humanist des Landes kannte Zwingli natürlich die Urschweizer Befreiungstradition, die Mythen von Ursprung und Befreiungskampf der ältesten Eidgenossen, die Erzählungen von den Übeltaten der habsburgischen Vögte, etc.

C.Schnabel am 17. August 2000 (bearb.)