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Manz, Felix - Täuferführer

Felix Manz wurde als erster Täuferführer in Zürich zum Tode verurteilt und 1527 in der Limmat ertränkt. Manz kam ungefähr 1500 als unehelicher Sohn eines Geistlichen am Grossmünster zur Welt. Zusammen mit Zwingli studierte er in Zürich Hebräisch und gehörte dem Führungskreis der Reformation an.

Manz trat bereits beim Bruch der Fastengebote und bei den Bilderstürmern als feuriger junger Verfechter der neuen Lehre hervor. Ebenso verlangte er die Einführung der Erwachsenentaufe. An der Tauffrage entzündete sich ein Konflikt zwischen Zwingli und den Taufgesinnten, der schliesslich zur Abspaltung führte. Bald setzte die Verfolgung ein. Trotz wiederholten Verhaftungen und Strafandrohungen predigte und taufte Manz weiter. Im Kanton St.Gallen wurde er 1526 erneut festgenommen und ausgewiesen.

Nach seiner letzten Verhaftung am 3. Dezember 1526 verurteilte ihn der Zürcher Rat zum Tode. Am 5. Januar 1527 wurde das Urteil vom Bürgermeister öffentlich auf dem Fischmarkt verkündet. Felix Manz sang dabei und lobte Gott, dass er für die Wahrheit sterbe. Gleich danach wurde er vom Henker gefesselt und in der Fischerhütte ins eiskalte Wasser gestossen und ertränkt. Der standhafte Tod machte Felix Manz zum Märtyrer der Täuferbewegung.

Rea Rother (bearbeitet)

Dazu: Bullinger-Jubiläum 2004,und beim speziell "Täufer-Tagung".