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Kirchenburgenlandschaft in Siebenbürgen: Ein europäisches Kulturerbe

Internationale Fachtagung
  • Wann 28.09.2018 14:30 bis 30.09.2018 16:00 (Europe/Zurich / UTC200)
  • Wo Kloster Kappel
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Siebenbürgen, auch „Transilvanien (trans, lat. jenseits; silva, lat. Wald)  -­ Das  Land  hinter  den  Wäldern“  genannt, ist eine viel zu wenig bekannte Region (Enklave) im Südosten  Europas. Das von dem Karpatengürtel umschlossene fruchtbare Hochland weist nicht nur überwältigende Landschaftspanoramen, sondern auch eine unerschöpfliche Vielfalt an Baudenkmälern auf. Die historische Kulturlandschaft in ihrem eigenständigen Charakter geht bis weit ins 12. Jahrhundert zurück. Über 800 Jahre lang war dieses Gebiet vor allem von Siedlern aus dem Rhein-­ und Moselgebiet geprägt. Der ungarische  König  Géza  II.  rief sie zur Erschliessung  des  Landes. Von  Mongolen-­ und Türkeneinfällen bedroht,  entstanden befestigte Städte und zahlreiche dörfliche Kirchenburgen.  

Über 160 Kirchen-­ und Wehrburgen sind bis heute erhalten und bilden durch ihre Dichte und Vielfalt eine weltweit einzigartige Kirchenburgenlandschaft. Doch die Situation der Kirchenburgenlandschaft in Siebenbürgen hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten stark  gewandelt. Als Folge der stetigen Aussiedlung nach dem 2. Weltkrieg und vornehmlich durch den Exodus der Siebenbürger Sachsen nach der politischen Wende 1989, sind diese Kulturdenkmäler vom Verfall bedroht. Die Tagung diskutiert diesen Wandel mit Blick auf seine kulturhistorischen Aspekte, das heisst aus der Perspektive zum Erhalt und Nutzung, bzw. Umnutzung der Kirchenburgen.

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