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Heinrich Bullinger: Der unterschätzte Reformator

Klostertag Theologie
  • Wann 06.10.2019 15:00 bis 07.10.2019 10:30 (Europe/Zurich / UTC200)
  • Wo Kloster Kappel
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Heinrich Bullinger (1504–1575), der spätere Nachfolger Ulrich Zwinglis, ist der «Genius loci», der überragende Geist von Kappel. Bereits mit 19 Jahren brachte er als Hauslehrer reformatorisches Gedankengut in das Zisterzienserkloster. Und zwar unabhängig von Zürich und so überzeugend, dass neben den Mönchen die Menschen aus der Umgebung zu seinen biblischen Vorlesungen strömten. Zwei Jahre später beschlossen die Mönche die Selbstauflösung des Klosters. Wir folgen seinen Spuren am Wirkungsort. Bullinger war ein Reformator von europäischem Format und steht bis heute zu Unrecht im Schatten von Zwingli. Unser Hauptreferent Professor Emidio Campi wird zeigen: «Bullingers Theologie lässt sich weder von Luther, noch von Zwingli, oder anderen Geistesgrössen her erklären». Im Zeitalter der Glaubenskämpfe stellte Bullinger zudem eine der wenigen Stimmen dar, die sich um die Überwindung, oder zumindest Entschärfung der Gegensätze bemühte – was ihn zu einem Brückenbauer Europas machte. Im Rahmen des Klostertags wird sich zeigen, inwiefern die eigenständige Theologie und das Lebenszeugnis Bullingers auch für unsere Zeit relevant und fruchtbar sind.

Für Programm-Details siehe Flyer.

Leitung
Pfr. Volker Bleil, Theologischer Leiter Kloster Kappel

Referenten
Emidio Campi, Prof. em. Universität Zürich, Institut für Schweizerische Reformationsgeschichte
Urs Boller, Pfarrer, Bullinger-Kenner