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Frauen der Reformation

Pfrn. Catherine McMillan berichtet von Frauen, die die Reformation engagiert vorangebracht haben. Ein Geschichte-Abend für Frauen und Männer.
  • Wann 19.04.2017 von 19:30 bis 21:00 (Europe/Zurich / UTC200)
  • Wo Kirchgemeindehaus Dübendorf, Bahnhofstrasse 37, Lindensaal
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Der Vortrag beleuchtet Leben und Wirken von wenig bekannten, mutigen und inspirierenden Frauen der Reformationszeit. Diese Frauen werfen ein neues Licht auf die Reformationsgeschehen. Bisher wurde das Thema Reformation von streng aussehenden und streng redenden Männern dominiert. Durch die Beschäftigung mit den Frauen in der Reformation bekommen wir einen ganz neuen Zugang zum Befreienden und Ermächtigenden am christlichen Glauben, so dass man neue Vorbilder in der eigenen Glaubenstradition entdecken kann.

Zum Beispiel Katharina Zell (1497–1562): Sie teilte die Pfarrstelle mit ihrem Mann, dem offiziellen Strassburger Reformator Matthias Zell. Sie predigte, lehrte, schrieb, machte Besuche im Spital und im Gefängnis, sie sorgte während des Bauernkrieges für Hunderte Flüchtlinge, versteckte Verfolgte, verteidigte die Täufer, versuchte zwischen Luther und Zwingli zu vermitteln. Zell war Theologin, die sogar eigene Schriften hinterlassen hat, anders als Katharina von Bora und ähnlich wie etwa die Belgierin Marie Dentière (1495–1561), die in Genf in Opposition zu Jean Calvin stand.