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Abendvortrag zur Reformation

Mord und Totschlag in Frauenfeld
  • Wann 16.02.2017 von 18:00 bis 20:00 (Europe/Zurich / UTC100)
  • Wo Historisches Museum Thurgau, Schloss Frauenfeld, Rathausplatz 2, 8500 Frauenfeld
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Eine reformatorische Galionsfigur wie der deutsche Luther oder Zwingli in Zürich gibt es Anfang des 16. Jahrhunderts im Thurgau nicht. Und doch fasst die Reformation in der damaligen Landgrafschaft Thurgau schnell Fuss. Angelus Hux, Archivar der Bürgergemeinde Frauenfeld, enthüllt am Abendvortrag vom Donnerstag, 16. Februar 2017, um 18 Uhr im Historischen Museum Thurgau die spannungsgeladenen Hintergründe zur Reformation im Thurgau und richtet dabei ein besonderes Augenmerk auf die Konflikte in Frauenfeld.

Entscheidend für die erfolgreiche Reformation in der Landgrafschaft Thurgau ist der starke Einfluss Zürichs. Von dort aus schwappt der evangelische Glaube schnell ins Bodenseegebiet über. Frauenfeld jedoch, als Sitz der Landvögte, schliesst sich der Reformation lange Zeit nicht an. Den regierenden Herren und der Stadtbehörde geht es dabei nicht zuletzt um die Bewahrung von Macht und ihrer bisherigen Vorrechte. In der Bevölkerung hingegen wecken Zwinglis Ideen hohe Erwartungen hinsichtlich Freiheit und Selbständigkeit. Wie die Entscheidung zwischen den Eidgenossen schliesslich auf dem Schlachtfeld fällt, so säumen sogar in der kleinen Welt von Frauenfeld Mord und Totschlag den Weg zur Reform.

Im Anschluss an den Vortrag auf Schloss Frauenfeld lädt das Historische Museum Thurgau zu einem Apéro ein. Eintritt frei, ohne Anmeldung.