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Ökumene - ein gemeinsames Haus für alle

Ökumene kommt vom griechischen Begriff "oikoumene" und bezeichnet ursprünglich eine Hausgemeinschaft. In der ökumenischen Bewegung sind die christlichen Kirchen auf der Suche nach Einheit und Zusammenarbeit unterwegs.

Der griechische Begriff oikoumene bezeichnet die Gemeinschaft der Menschen, die zusammen ein Haus (oikos) bewohnen. Mit dieser "Hausgemeinschaft" kann im übertragenen Sinne die Gemeinschaft aller Christinnen und Christen bezeichnet werden. In der Weihnachtsgeschichte (Lukas 2,1) meint oikos sogar den ganzen Erdkreis, die ganze Welt.

Die ökumenische Bewegung als Suche nach der Einheit der christlichen Kirchen entstand im 20. Jahrhundert, als die konfessionellen Spaltungen als weltweites Problem wahrgenommen wurden. Zunehmend globale Herausforderungen drängen Christinnen und Christen zum gemeinsamen Einsatz; von innen mahnt das Testament Jesu zum gemeinsamen Zeugnis für die Welt: «… dass sie alle eins seien.» (Johannes 17,21).

Über die konkrete Gestalt dieser Einheit haben die Kirchen teilweise unterschiedliche Auffassungen. In Kirchenverbänden, Kommissionen und einzelnen Begegnungen können die Unterschiede im ökumenischen Dialog benannt und teilweise überwunden werden. Gleichzeitig wird festgehalten, welche gemeinsamen Überzeugungen alle Kirchen verbinden und eine Basis für gemeinsames Feiern, Beten und Handeln bilden.

Konkret findet täglich Ökumene vor Ort statt, wenn Christinnen und Christen unterschiedlicher Konfession gemeinsam Gottesdienste feiern, Anlässe durchführen und sich in ökumenischen Projekten engagieren.
Für wegweisende Ökumenische Projekte in der Schweiz verleiht die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz - AGCK Schweiz als Gütesiegel ein Oecumenica-Label.

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Gleichzeitig wird Ökumene weltweit konkret, wenn Christinnen und Christen verschiedener Länder und Kirchen sich begegnen, einander unterstützen und das gemeinsame Handeln (Diakonie) zum Wohl aller Menschen ermöglichen. Wesentliche Träger der weltweiten Diakonie sind in der Schweiz die drei landeskirchlichen Werke: Brot für Alle, HEKS und Mission 21.