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500 Jahre Wurstessen - Ökumenischer Festgottesdienst am 6. März

Gemeinsame Feier am 6. März 2022 zu "500 Jahre Wurstessen bei Froschauer" mit Predigt im Trialog, Kunstinstallation "Bibelrad" und Psalmenkantate zum Genfer Psalter. Anschliessend Wurst-Apéro und kleiner ökumenischer Stadtrundgang. Mitwirkung von Kirchenleitenden, Sänger:innen und Jugendlichen aus mennonitischen und reformierten Kirchen und Gemeinden sowie der römisch-katholischen Kirche

Bild: Copyright C-Films

Ökumenischer Gottesdienst am 6. März 2022 um 10.00h im Grossmünster 

Mitwirkung:

  • Predigt im Trialog: Generalsekretär Jürg Bräker, Kirchenratspräsident Michel Müller, Generalvikar Luís Varandas; Moderation: Pfrn. Bettina Lichtler
  • Liturgie: Pfr. Christoph Sigrist, Pfrn. Bettina Lichtler
  • Psalmenkantate zum Genfer Psalter von Burkhard Kinzler (in Auszügen): Sänger:innen aus Mennoniten-Gemeinden, Vokalsolisten und Collegium Musicum Grossmünster (Leitung: Kantor Daniel Schmid)
  • Orgel: Andreas Jost
  • Kunstinstallation "Bibelrad" (ab 9.30h): Hans Thomann
  • Junge Erwachsene aus der Konfirmandenklasse Altstadt und aus mennonitischen Gemeinden.

Der Gottesdienst ist voraussichtlich zertifikatspflichtig.

Nach dem Gottesdienst

  • Wurst-Apéro
  • Ökumenischer Stadtrundgang mit persönlichem Austausch an einigen Stationen der gemeinsamen Geschichte
  • Am Abend: Aufführung der Psalmenkantate zum Genfer Psalter "post tenebras lux" von Burkhard Kinzler (17.00h, Grossmünster)

Hintergrund

Am 6. März 1522 sassen in Zürich beim Buchdrucker Christoffel Froschauer die Freunde um Ulrich Zwingli, den Reformator, am gleichen Tisch. Ermuntert von Zwingli (der sich selber zurückhielt) brachen sie das kirchliche Fastenverbot und assen Wurst. Hoffnungszeichen für Aufbruch, Erneuerung und Reformation der Kirche als Wirkung des Heiligen Geistes und der Gegenwart Gottes.

Der gemeinsame Aufbruch war der Beginn der Trennung. 1527 wurde Felix Manz als erster von sechs Täufern in der Limmat ersäuft. Verfolgung, Vertreibung und Repression der Täufergemeinden wie auch die Trennung der reformierten Kirche von der altkirchlichen, katholischen Kirche waren die Folge.

In den letzten 50 Jahren entstand im Kanton Zürich ein neues Verständnis der Ökumene zwischen katholischen und reformierten Glaubenden. 2004 gelang in einem berührenden Gottesdienst im Grossmünster ein wichtiger Schritt der Versöhnung in der jahrhundertelangen Geschichte der täuferischen bzw. mennonitischen Verfolgten und der reformierten Verfolger.

Am 6. März 2022, genau 500 Jahre nach dem reformatorischen Fastenbruch und Aufbruch beim Buchdrucker, kommen Christinnen und Christen aller drei Konfessionen im Grossmünster wieder zusammen, die damals am gleichen Tisch sassen und sich später auseinanderentwickelten.

Weitere Anlässe

Am Vortag, 5. März 2022, veranstaltet der Verein reformiertbewegt eine Tagung zum Anlass unter dem Titel "Ein Fasten, wie ich es liebe".

Vom 16.-18. September 2022 wird in Kappel eine Studien- und Begegnungstagung für Täufer und Reformierte stattfinden (Thema: Salz der Erde: Frei Kirche sein) mit gemeinsamem Gottesdienst am Bettag 18. September um 10 Uhr in der Klosterkirche Kappel.

Flyer

Rückfragen und Kontakt

Bettina Lichtler, Ev.-ref. Landeskirche des Kantons Zürich, Beauftragte für Beziehungen und Ökumene: bettina.lichtler@zhref.ch, 044 258 92 74

Pfr. Christoph Sigrist, Reformierte Kirchgemeinde Zürich, Kirchenkreis 1, Grossmünster: christoph.sigrist@reformiert-zuerich.ch,  044 250 66 65