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KULTUR PLUS - Gesprächsreihe "Lukas Bärfuss trifft Jan Assmann"

Jan Assmann, der bedeutende Ägyptologe, Religions- und Kulturwissenschaftler, stiess mit seinem Schaffen immer wieder disziplin- und gesellschaftsübergreifende Debatten an. Lukas Bärfuss trifft ihn als ersten von drei Gästen in seiner Gesprächsreihe und spricht mit ihm über die den monotheistischen Religionen innewohnende Gewalt, über die Entwicklung der politischen Theologie und den Begriff und das Prinzip der Toleranz in heutiger Zeit.
  • KULTUR PLUS - Gesprächsreihe "Lukas Bärfuss trifft Jan Assmann"
  • 2017-04-04T00:00:00+02:00
  • 2017-04-04T23:59:59+02:00
  • Jan Assmann, der bedeutende Ägyptologe, Religions- und Kulturwissenschaftler, stiess mit seinem Schaffen immer wieder disziplin- und gesellschaftsübergreifende Debatten an. Lukas Bärfuss trifft ihn als ersten von drei Gästen in seiner Gesprächsreihe und spricht mit ihm über die den monotheistischen Religionen innewohnende Gewalt, über die Entwicklung der politischen Theologie und den Begriff und das Prinzip der Toleranz in heutiger Zeit.
  • Wann 04.04.2017 (Europe/Zurich / UTC200)
  • Wo Schauspielhaus Zürich, Rämistrasse 34, 8001 Zürich
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  • Telefon des Kontakts +41 44 258 92 16
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Rückblick auf das Kultur plus Event:

Lukas Bärfuss trifft Jan Assmann, im Schauspielhaus: Das war eine sehr inspirierende Veranstaltung. Ein wunderbar vorbereiteter und gut aufgelegter Lukas Bärfuss hat seinen Gast, Jan Assmann gebührend und wertschätzend vorgestellt. Bärfuss war Pacemaker, hat das Gespräch durch kluge Fragen geleitet und doch seinem Gast die Bühne überlassen. So geht gute Moderation, die Freude macht. Bei Assmann überraschte die Gelassenheit und doch Wachheit und Engagiertheit eines alten Mannes, dessen lebendigem Erzählen man gerne zugehört hat.

Nur als Beispiel fragte Bärfuss zu Beginn danach, wie einer, der in den Trümmern (der Stadt Lübeck) aufgewachsen ist, sich danach ein Leben lang (als Ägyptologe) mit Trümmern beschäftigt. Assmann erzählte von den sieben Türmen von Lübeck, von der Zerstörung dieser ihn prägenden „Kulisse“, von der Traurigkeit des Kindes darüber und auch von Trauer und Wut des Erwachsenen über die Wiederaufbausünden nach dem Krieg. Er erzählte aber auch von den schön verzierten Badezimmerkacheln, von den im Licht funkelnden Glastropfen der Kronleuchtern, die sie als Kinder in den Trümmern gefunden hatten und die als kostbare Währung beim Tauschen dienten. Aus dieser biografischen Skizze schälten sich die Sensibilisierung wie auch die Leidenschaft für seinen beruflichen Gegenstand, die Ägyptologie heraus.