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"Wir hatten einen riesigen Spass und nie Streit"

Salomé Furer und Claude Büsser haben ihre Konfirmationszeit bis heute in guter Erinnerung behalten. Ein Interview von Christian Lanz, mediaplanet.
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Salomé Furer, Konfirmadin

Was hat dir an deiner Konfirmationszeit besonders gut gefallen?
Salomé Furer: Da ich seit der sechsten Klasse ins Gymnasium gehe, habe ich es sehr genossen, meine alten Schulfreunde wieder zu treffen. Es war für mich deshalb nicht nur Konfirmationsunterricht, sondern auch ein Ort, an dem ich meine Freunde treffen konnte. Manchmal haben wir im Unterricht auch einen Spielfilm geschaut, in dem der Glaube eine Rolle spielte, und haben danach über den Film diskutiert. Das hat mir besonders gut gefallen.

Was hätte deiner Meinung nach besser sein können?

Eigentlich nicht viel. In Oberrieden waren wir eine sehr kleine Konfklasse. Deshalb fand ich es grossartig, noch mehr mit den benachbarten Gemeinden zu machen. Ansonsten war der Unterricht immer spannend und interessant gestaltet.

Wenn du an das Konfirmationslager in Erfurt zurückdenkst, welche Erinnerungen kommen dir dann in den Sinn?
Eines meiner persönlichen Highlights war der Besuch der Wartburg in Eisenach. Die Geschichte von Luther hat mich schon immer interessiert, deshalb war es für mich ein schönes Erlebnis, die Wartburg erkunden zu können, da Luther dort lebte. Am meisten beeindruckt hat mich der Besuch des Konzentrationslagers Buchenwald; das hat uns alle sehr bewegt.
Was bedeutet für dich die Konfirmation als Schritt auf dem Weg ins Erwachsenenleben?

Da ich 16 Jahre alt und konfirmiert bin, kann ich nun bei den Kirchgemeindeversammlungen abstimmen und das heisst gleichzeitig mehr Verantwortung tragen. Für mich war die Konfirmation daher auch der erste Schritt ins Erwachsenensein.

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Claude Büsser, Konfirmand

Foto:© SRF

Was hat dir an deiner Konfirmationszeit besonders gut gefallen?
Claude Büsser: Der Konfirmandenunterricht! Wir hatten jede Woche eine Stunde Unterricht. Ebenso gefiel mir eine Wanderung um einen sanften Berg im Tessin; dabei konnten wir viel miteinander plaudern, fotografieren und lachen.
Du sagst, dass das Konfirmationslager ein einmaliges Abenteuer gewesen sei. Was meinst du damit konkret?
Unsere Truppe bestand aus sieben Leuten, klein, aber fein! Dadurch konnten immer alle beim gleichen Spiel oder Programm dabei sein. Wir kannten uns zwar schon gut, aber nach dieser Reise hatte ich es mit allen besonders gut!
Wenn du an deine Konfirmation zurückdenkst, welche Bilder kommen dir da in den Sinn?
Unsere selbstgemachten Bilder. Ich hatte eine Kamera mitgenommen, mit der wir sehr viele und vor allem exotische Bilder gemacht haben.
Du engagierst dich als Jugendleiter im Sommerlager und im Cevi. Was motiviert dich dazu?
Ich finde es wichtig, dass es für Kinder die Möglichkeit gibt, sich ohne Eltern auszutoben. Für das sind solche Jugend- und Kinderlager sowie das Cevi- Programm zwei Mal im Monat genau das Richtige. Hier können sich Kinder mit Jugendlichen austauschen. Ich persönlich finde das Dorfleben interessant und dazu bieten Kirche und Vereine die Möglichkeit, die nahe Bevölkerung auch nebst der Schule kennenzulernen.
Das Interview erschien am 8. März 2019 in einer Beilage zum Tagesanzeiger.