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Begriff, Definitionen, Praxisfelder

Definitionen und Erläuterungen

Unter Dialog der Religionen oder interreligiösem Dialog versteht man heute allgemein das Gespräch und die Zusammenarbeit von Angehörigen mindestens zweier, oft auch mehrerer Religionen zu einem besseren wechselseitigen Verständnis und friedlichen Zusammenleben. Damit ist der interreligiöse Dialog grundsätzlich zu unterscheiden von der Ökumene, die sich um die innerchristliche Einheit bemüht. Mehr…

Ebenen des Dialogs

Eine hilfreiche Systematisierung der Ebenen des interreligiösen Dialogs bieten die vatikanischen Dokumente "Dialog und Mission" (1984) sowie "Dialog und Verkündigung" (1991). Darin werden vier Arten bzw. Ebenen des Dialogs unterschieden, die miteinander verknüpft aber untereinander nicht hierarchisch geordnet sind: Mehr…

Ziele des Dialogs

Das Hauptziel des interreligiösen Dialogs besteht auf lokaler, gesellschaftlicher und internationaler Ebene in der Förderung eines friedlichen und gleichberechtigten Zusammenlebens in einer religiös heterogenen und politisch pluralen Gesellschaft. Als Teil der Friedensarbeit hat der interreligiöse Dialog zum Ziel, nach Synergien von Religionen und Konfessionen in Themen wie Frieden, Menschenrechte, Chancengleichheit und Bildung zu suchen und im konstruktiven Dialog mit der Politik tragfähige Lösungen zu entwickeln. Mehr…

Dialog und Mission

Im interreligiösen Dialog verkünden, bezeugen, begründen und teilen die Dialogpartner das kostbare Gut ihrer religiösen Überzeugung. Für Christen ist dies das befreiende Evangelium von Jesus Christus. Die Art und Weise, wie Jesus Angehörigen anderer Religionen begegnete, verpflichtet und ermutigt Christen zum Bekenntnis und zum Dialog. Ein aufrichtiger Dialog der Religionen bedingt, dass die am Dialog Beteiligten zu ihren eigenen Überzeugungen stehen und gleichzeitig eine Offenheit für die Wahrheit der anderen mitbringen. Wenn die Gesprächsteilnehmer keine eigenen Überzeugungen vertreten, kann es keinen Dialog geben. Dialog und Mission sind deshalb dialektisch aufeinander bezogen. Mehr…

Missionsverständnis

In der Erklärung "Mission und Evangelisation in Einheit heute" hat der Ökumenische Rat der Kirchen 2005 eine Definition von Mission vorgelegt, die bis heute richtungsweisend und für ein ganzheitliches Missionsverständnis im 21. Jahrhundert grundlegend ist. Der Schweizer Evangelische Kirchenbund SEK hat sich diesem Missionsverständnis angeschlossen. Mehr…

Menschenrechte und Interreligiöser Dialog

Seit mehr als 70 Jahren besteht mit der Charta der Vereinten Nationen und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ein Anspruch an die Politik – aber auch an zivilgesellschaftliche Akteure wie Kirchen –, universell geltende Menschenrechte zu fördern und zu verteidigen. Die Zürcher Landeskirche setzt sich im interreligiösen Dialog aktiv für die Rechte aller religiösen Minderheiten und deren Recht auf Religions- oder Weltanschauungsfreiheit ein. Der Gleichberechtigung der Frauen gilt dabei eine besondere Aufmerksamkeit. Mehr…

Christlich-Jüdischer Dialog

«Aufgrund der gemeinsamen Wurzeln von Judentum und Christentum ist die Landeskirche dem christlich-jüdischen Dialog verpflichtet. Sie pflegt insbesondere die Beziehung zu den jüdischen Glaubensgemeinschaften im Kanton Zürich». Kirchenordnung der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich, Art. 122. Mehr…

Christlich-islamischer Dialog

Der christlich-islamische Dialog ist in Europa sowohl von theologischen Ansprüchen als auch von gesellschaftspolitischen Bedürfnissen geprägt. Hansjörg Schmid, Co-Leiter des Schweizerischen Zentrums für Islam und Gesellschaft (SZIG) der Universität Freiburg, hat darauf hingewiesen, dass sich dabei die interreligiöse Ethik als vereinigendes Bindeglied zwischen diesen beiden Momenten erweist. Mehr…