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Zürcher Religionsgemeinschaften spenden allen Kraft

Medienmitteilung Kirchen und Gemeinschaften aus vier Weltreligionen gestalten mit Unterstützung der Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich unter dem Namen «Kraftstoff» einen interreligiösen Anlass zur Corona-Pandemie. Er wird am Sechseläuten-Sonntag, wenn Zürich normalerweise in Feststimmung ist, aus der Zürcher Predigerkirche gestreamt.

Auch dieses Jahr können Umzüge, Feste und Feierlichkeiten am Sechseläuten-Wochenende nicht stattfinden. Statt fröhlichem Beisammensein herrscht weitgehend Stille und Leere auf den Strassen, gemeinschaftlich leben ist stark eingeschränkt. Die Corona-Pandemie diktiert weiterhin unseren Alltag, auch wenn langsam Hoffnungsstreifen am Horizont sichtbar werden.

An diesem symbolträchtigen Sechseläuten-Sonntag vom 18. April lädt der Interreligiöse Runde Tisch im Kanton Zürich unter dem Titel «Kraftstoff» zwischen 18.30 bis 19.15 Uhr zum virtuellen Besuch einer Gedenk-, Trost- und Hoffnungsfeier in die Predigerkirche ein. Der Anlass findet ohne Publikum vor Ort statt und wird als Livestream übertragen. Vertreten sind die vier am Runden Tisch beteiligten Religionen: Christentum, Judentum, Islam und Buddhismus. Regierungsrätin und Religionsministerin Jacqueline Fehr wird ein Grusswort der Zürcher Regierung überbringen. Den Youtube-Stream findet man unter www.rundertisch.ch.

Der eine gute Dreiviertelstunde dauernde Anlass soll einerseits der Opfer der Corona-Pandemie gedenken. Er soll aber auch in Erinnerung rufen, dass alle Menschen Zürichs in irgendeiner Weise von den Einschränkungen betroffen sind, auch wenn die individuellen Auswirkungen ganz unterschiedlich sind. Letztlich fordert das Coronavirus die gesamte Gesellschaft heraus und stellt das Leben aller auf den Kopf. «Kraftstoff» will in Erinnerung rufen, dass wir eine Gemeinschaft der Gemeinschaften sind und aus dem Miteinander die Stärke beziehen können, um auch schwere Prüfungen zu bestehen.

Der Anlass wird musikalisch umrahmt, neben Beiträgen einzelner Religionsgemeinschaften kommen auch unterschiedliche Zürcherinnen und Zürcher in Videobeiträgen zu Wort: von der Rentnerin über den Lehrer bis zur Clubbetreiberin und dem Zunftmeister.

Mitwirkende sind zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der am Runden Tisch beteiligten Kirchen und Religionsgemeinschaften. Dazu gehören Franziska Driessen-Reding, Synodalratspräsidentin der Katholischen Kirche im Kanton Zürich; Kirchenratspräsident Michel Müller der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich; Lars Simpson, Pfarrer der Christkatholischen Kirche; Stefanos Athanasiou, Priester der griechisch-orthodoxen Kirche; Pfarrerin Bettina Lichtler, Präsidentin der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen im Kanton Zürich; Rabbiner Noam Hertig der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich; Rabbiner Ruven Bar Ephraim der Jüdisch-Liberalen Gemeinde; Sakib Halilovic, Imam der bosnischen Gemeinschaft in Schlieren als Vertreter der Vereinigung Islamischer Organisationen in Zürich sowie Abt Geshe Thupten Legmen des tibetisch-buddhistischen Klosters in Rikon. Seinen ersten öffentlichen Auftritt in Zürich hat der neue Bischof von Chur, Joseph M. Bonnemain. Durch den Anlass führt die Religionswissenschaftlerin und Philosophin Olivia Röllin, die auf SRF Sternstunden moderiert.

Eine Version in Gebärdensprache wird separat gestreamt. Die Livestreams werden am Sonntag, 18. April, unter anderem auf www.rundertisch.ch zur Verfügung stehen:

Direkt-Link auf den Youtube-Stream: https://www.youtube.com/watch?v=9gyThVgRGNw

Version mit Gebärdensprache-Übersetzung: https://youtu.be/4BZ6eu_Ps_M