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Weltweite Diakonie - Vorgaben der Landeskirche

Für die konkrete Umsetzung des weltweiten diakonischen Handelns finden sich in der Kirchenordnung und im Diakoniekonzept der Reformierten Zürcher Landeskirche klare Vorgaben. Das Themenfeld Ökumene, Mission und Entwicklungszusammenarbeit - OeME ist ein verbindlicher Bestandteil im Leben und Handeln der Landeskirche und jeder Kirchgemeinde.

In der Kirchenordnung der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich heisst es im 13. Artikel:

Die Landeskirche versteht die Verkündigung des Evangeliums in Wort und Tat als Auftrag im weltweiten Bezug. (Kirchenordnung der Zürcher Landeskirche - KO Art. 13, Abschnitt 1)


Artikel 67 führt aus:

Landeskirche und Kirchgemeinden setzen sich ein für Aufgaben und Projekte weltweiter Diakonie, insbesondere in Zusammenarbeit mit dem Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz HEKS, mit Brot für alle BfA und mit Mission 21.
(Kirchenordnung der Zürcher Landeskirche - KO Art. 67, Abschnitt 5)

Das 2012 herausgegebene Diakoniekonzept der Zürcher Landeskirche nimmt mehrfach Bezug auf die weltweite Diakonie (S. 23, 31-34, 42-44).

Die Globalisierung erweitert das Verständnis der Nächstenliebe. In einer global vernetzten Welt können die Fernsten die Nächsten werden. Es findet eine Entgrenzung statt. […] Lokale und globale Notlagen haben miteinander zu tun. „Working Poor“ hier und Armut in der weiten Welt hängen zusammen. Unmenschliche Arbeitsbedingungen dort und Konsumvorteile hier haben miteinander zu tun. Diakonie mit Zukunft denkt weltweit, plant übergemeindlich und handelt lokal. (Diakoniekonzept der Zürcher Landeskirche, S. 23)


Kirchgemeinden und Kirchenpflegen sind somit aufgerufen, ihr Engagement als lebendige Kirche in weltweiter Beziehung und Solidarität zu pflegen.

Zur konkreten Umsetzung siehe Weltweite Diakonie in der Kirchgemeinde.

Kollekten, Vergabungen und Spenden

Die kirchlichen Werke setzen als professionelle Organisationen den Auftrag der weltweiten Diakonie für die reformierten Kirchen der Schweiz um. Um dies verantwortungsvoll und mit Weitblick tun zu können, sind sie auf regelmässige Unterstützung durch die Kirchgemeinden angewiesen. Diese Geldspenden werden zusammengetragen durch Kollekten, Spenden (private Spenden oder Sammlungen im Rahmen eines Anlasses in der Kirchgemeinde) und Vergabungen aus Steuermitteln.

In jedem Gottesdienst wird eine Kollekte erhoben. Sie ist Ausdruck des diakonischen Auftrages und der Verbundenheit mit der weltweiten Kirche.
(Kirchenordnung der Zürcher Landeskirche - KO Art. 39)

 
Die Landeskirche gibt jährlich 15 Kollekten vor, die von allen Kirchgemeinden zu einer bestimmten Zeit gemeinsam gesammelt werden (vgl. Kirchenordnung Art. 221 Abs. 5). Für alle weiteren Kollekten sind die Gemeinden frei in der Auswahl. Die kirchlichen Werke und Programme des Ökumenischen Weltkirchenrats - ÖRK und der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen – WGRK sollten im Kollektenplan berücksichtigt werden. Weitere Empfehlungen für Kollekten sind unter www.zhref.ch/kollekten zusammengestellt; ebenso fertig formulierte Texte zur Ansage der landeskirchlichen Kollekten.

Für Sammlungen, sei es während der Ökumenischen Kampagne von Brot für alle/Fastenopfer oder übers Jahr, empfiehlt sich die Auswahl von ein bis zwei Projekten, welche während zwei bis drei Jahren unterstützt werden. Mehr dazu unter Weltweite Diakonie in der Kirchgemeinde.

Die Kirchenpflege entscheidet weiterhin über die Unterstützung verschiedener Projekte durch Vergabungen aus Steuermitteln. Der Kirchenrat empfiehlt gemäss einem Schreiben vom April 2006 den Kirchgemeinden, 5% der ordentlichen Steuereinnahmen für die Arbeit von BfA, HEKS und Mission 21 zur Verfügung zu stellen.