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Recht auf Saatgut - Briefe zu Freihandelsabkommen - Stellungnahme des Seco - Kritik von Brot für alle und Fastenopfer

Die Schweiz drängt Entwicklungsländer über Freihandelsabkommen, strenge Sortenschutzgesetze auf Saatgut zu verabschieden. Über 2'300 Menschen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der Schweiz appellierten im Rahmen der Ökumenischen Kampagne 2020 in Briefen ans Seco: Saatgut soll den Bäuerinnen und Bauern gehören, die es nutzen. Das Seco reagierte auf den Appell der Briefschreibenden mit einer Stellungnahme, die von Brot für alle und Fastenopfer kritisiert wird.

Während der Ökumenischen Kampagne von Fastenopfer und Brot für alle von Februar bis April 2020 haben rund 2’400 Bäuer/innen und Bürger/innen aus 11 Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas sowie der Schweiz über 1’300 Briefe an das Staatsekretariat für Wirtschaft (Seco) geschickt. Darin haben sie das Seco aufgefordert, in den Freihandelsabkommen (FHA) mit Ländern des globalen Südens nicht länger Sortenschutzgesetze gemäss des UPOV91-Übereinkommens zu verlangen. Diese schränken den Zugang zu Saatgut ein und bedrohen damit die Saatgutvielfalt und Ernährungssicherheit. 

In einer Stellungnahme vom Februar 2020 reagierte das Seco auf diese Briefe – zu der nun die Koalition «Recht auf Saatgut» (darunter Fastenopfer und Brot für alle) ihrerseits kritisch Stellung nimmt.

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