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Ökumenische Kampagne in der Passionszeit 2020: Gemeinsam für eine Landwirtschaft, die unsere Zukunft sichert

In der Ökumenischen Kampagne 2020 steht Saatgut im Mittelpunkt. Die Kampagne soll aufzeigen, wie wichtig die Bewahrung von traditionellem Wissen und regionalem Saatgut für die Ernährung der Menschheit ist. Denn neue Sortenschutzgesetze bedrohen dieses lokale Saatgut.

Heute dominieren drei internationale Saatgutkonzerne den globalen Markt und reissen die Macht und Verfügung über unsere Nahrung an sich. In Freihandelsabkommen verlangen Industriestaaten, darunter auch die Schweiz, rigide Sortenschutzgesetze, die Ländern im globalen Süden aber auch im Norden ihre traditionelle Produktionvon bäuerlichem Saatgut und den Handel damit einschränken oder sogar verbieten.

Aus verschiedenen Ländern in denen Fastenopferund Brot für alle aktiv sind, gibt es Berichte von Konfiszierung und Zerstörung von Saatgut bis hin zu Verhaftungen, weil Bäuerinnen und Bauern Saatgut getauscht haben so wie sie es seit Generationen gewohnt sind. Traditionelles Handeln und Wissen wird so ungerechtfertigt kriminalisiert. Im Gegenzug eignen sich internationale Saatgutkonzerne dieses Wissen an, entwickeln daraus neue Sorten und lassen sie patentieren. So wird Saatgut kommerzialisiert und der Öffentlichkeit und denjenigen entzogen, deren Lebensgrundlage davon abhängt.

Aus der Projektarbeit der Werke gibt es zahlreiche Erfolgsgeschichten, die zeigen, dass regionales, lokal angepasstes Saatgut und dessen Austausch, zu einer nachhaltigen Sicherung der Ernährung beiträgt. Brot für alle, Fastenopfer und Partner sein setzen sich deshalb mit ihrer Projektarbeit, ihrer Sensibilisierungsarbeit und auf entwicklungspolitischer Ebene dafür ein, dass dieser Angriff auf das Recht auf Nahrung abgewehrt werden kann. Denn Saatgut heisst Leben und Leben darf nicht zum monopolisierten Gut werden.

Mehr Informationen und Materialien zur Kampagne...

Ökumenische Gottesdienste zu den Themen des Fastenkalenders der Kampagne in der Predigerkirche in Zürich.