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Rekurs stellt Zeitplan in Frage

Der Reformprozess der reformierten Stadtzürcher Kirchgemeinden ist mit einem guten Zeitplan unterwegs, der die Gründung der Kirchgemeinde Zürich auf den 1. Januar 2019 zum Ziel hat. Doch nun stellt ein Rekurs der Kirchgemeinden Zürich-Hirzenbach und Zürich-Witikon diesen Zeitplan in Frage.

Der Rekurs richtet sich gegen den Entscheid des Kirchenrats der Landeskirche zur Auflösung des Reformierten Stadtverbands. Ohne die Auflösung wäre der Zusammenschluss von 32 Kirchgemeinden zur Kirchgemeinde Zürich auf den 1. Januar 2019 nicht sinnvoll. Der Rekurs ist vor dem Hintergrund der laufenden Verhandlungen zwischen dem Stadtverband und den Kirchgemeinden Hirzenbach und Witikon zu sehen, die sich gegen die Fusion ausgesprochen haben. Die Auswirkungen des Rekurses auf den Reformprozess haben sich nach rechtlicher Abklärung als erheblich erwiesen. Denn bei diesen Verhandlungen geht es um organisatorische Fragen sowie um die Vermögens- und Steuerausscheidung.


Suche nach einer fairen Lösung

In den bisherigen Gesprächen konnte keine Einigung erzielt werden. Die Suche nach einer fairen Lösung für alle Seiten läuft weiter. Es ist vorderhand nicht auszuschliessen, dass der Reformierte Stadtverband auch über den 1. Januar 2019 hinaus bestehen bleibt. Was dies für den Zusammenschluss zur Kirchgemeinde Zürich bedeutet, wird derzeit intensiv geprüft. Der Verbandsvorstand berät entsprechende Varianten. Eine richtungsweisende Entscheidung muss die Zentralkirchenpflege in ihrer Sitzung am 19. September 2018 treffen.


Reformprozess geht weiter

Auch wenn der Termin des Zusammenschlusses zum 1. Januar 2019 sich verschieben sollte, geht der Reformprozess weiter. Dies entspricht dem klaren demokratischen Auftrag der reformierten Stimmberechtigten der Stadt Zürich und der Gemeinde Oberengstringen. Diese haben in der Volksabstimmung vom 28. September 2014 die Reform in Auftrag gegeben. Die Kirchensynode hat entsprechend die Fusion von 32 Kirchgemeinden zur Kirchgemeinde Zürich beschlossen.