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Schwerpunkte 2007–2011

Die Arbeit an der Kirchenordnung nahm die EKF in der Amtsperiode 2007–2011 in Anspruch. Die EKF, auf 26 Synodale gewachsen, setzte sich für eine gemeindefreundliche, stimmige und praktikable Kirchenordnung ein, die die Verkündigung des Evangeliums in Wort und Tat unterstützt

Am Anfang der Amtsperiode stand die erste Wahl eines EKF-Vertreters in den Kirchenrat. Daniel Reuter wurde am 26. Juni 2007 mit 104 Stimmen gewählt; er betreute fortan das Ressort Bildung und Gesellschaft.

Die EKF regte verstärkte Bemühungen zum Gemeindeaufbau an und setzte sich mehrfach für aktive Solidarität mit verfolgten Christen ein. Stellung­nah­men des Kirchenrats zur Pluralität in der Landeskirche und zum Islam gaben Gelegenheit zu grundsätzlichen Voten.


Kern-Sätze aus EkF-Voten

„Die Eingangsartikel der Kirchenordnung zeugen von Mut und Hoffnung, indem die Kirchensynode sich zu den Grundlagen von Kirche und Christsein bekennt. Das Ziel der Kirchenordnung – geistliches Leben in der Landeskirche zu ermöglichen – ist erreicht.“

„Die Menschen gehen dort in die Kirche, wo die Predigt relevant ist.“

„Der Kirchenbote könnte noch viel besser werden. Die Zeitschrift sollte alle Bereiche der Landeskirche verbinden.“

„Die Schöpfungszeit soll im Kirchenjahr in aller Selbstverständlichkeit gefeiert werden. Denn wir sind Haushalterinnen und Haushalter der Schöpfung Gottes.“

„Wenn über Kirche und Gesellschaft gesprochen wird, muss man sich ver­mehrt den Familien zuwenden.“

„Die modernere Musik ist nicht mehr fremd, aber noch zu wenig bekannt … Wir müssen in der gottesdienstlichen Musik das Lob Gottes an erster Stelle wissen, sonst bleibt der Segen aus, egal, was wir singen und spielen, egal ob unter der Leitung eines Laien oder eines Berufsmusikers.“

„Glauben heisst auch sichtbar zusammengehören und zusammen feiern.“

„Die Erkennbarkeit der reformierten Kirche sollte anders als mit dem Talar gefördert werden.“

„So wie der Staat mit seinen Gesetzen Grenzen zieht, hat die Kirche vom Glauben her zu deklarieren, was für sie wahr und was für sie falsch ist. Davon ist die Toleranz für Personen zu unterscheiden. Toleranz für Personen darf nicht heissen Verzicht auf Urteilsbildung und Urteilsäusserung. Grenz­über­schrei­tung hin zu Menschen muss einhergehen mit Grenzziehung, die Urteils­bil­dung ermöglicht.“

„Es ist zwar wahr: Die Auseinandersetzung mit dem Islam wurde durch die Minarettverbotsinitiative direkter, vielleicht auch härter; aber damit wird sie auch ehrlicher und realitätsbezogener. Wir stehen in dieser ganzen Thematik ja erst am Anfang: Bis vor kurzem hat man hüben und drüben mehrheitlich Freundlichkeiten ausgetauscht. Nun kommen mehr und mehr die wirklichen Themen auf den Tisch und treten die Motive zutage.

Der glaubende Christ muss sich in keiner Weise vor dem Islam und seinen Anhängern fürchten. Doch je säkularer, je glaubens-distanzierter die Zeit­genossen werden, desto mehr werden sie auf den Islam und seine Äusse­run­gen mit Angst reagieren … Die Schwäche der christlichen Kirche und Kultur bereitet Sorge … Es ist zu beten für eine Kirche, die ihre Botschaft der Liebe und ihren Gehorsam gegenüber dem Gebot Gottes wieder kompromissloser lebt, für eine Kirche, die mit gesundem Selbstbewusstsein – auch Menschen anderen Glaubens – die in Jesus Christus geoffenbarte Wahrheit bezeugt.“

„In Mission und Evangelisation geht es zuerst um die Begegnung von Mensch zu Mensch. Es ist in erster Linie der glaubende Mensch, der mit seiner Erfahrung und seinem Erleiden, mit der Ausstrahlung und seiner Überzeugung in elementaren Formen wirkt. Kirche – das sind wir!“

Text der Kirchenordnung vom 17. März 2009