Message

Aufgaben der BKP

Die Bezirkskirchenpflege Uster besteht aus 7 Mitgliedern. Die Mitglieder werden von den Stimmberechtigten des Bezirkes Uster auf eine Amtsdauer von vier Jahren gewählt. Sie konstituiert sich selber und bestimmt aus ihrer Mitte die Präsidentin oder den Präsidenten.

Die Bezirkskirchenpflege wacht im Rahmen ihrer Zuständigkeit darüber, dass Behörden und Organe sowie Pfarrerinnen, Pfarrer und Angestellte in ihrem behördlichen, amtlichen und dienstlichen Handeln ihre Pflichten gewissenhaft und den gesetzlichen Vorschriften gemäss erfüllen. Als Rechtsmittelinstanz entscheidet sie über Beschwerden gegen Beschlüsse der Kirchgemeinden und der Kirchenpflegen. Die Bezirkskirchenpflege steht unter der Aufsicht des Kirchenrates und erstattet ihm jährlich Bericht. Der Dekan oder die Dekanin nimmt mit beratender Stimme an den Sitzungen teil.

Die Bezirkskirchenpflege verfügt gegenüber den Kirchgemeinden über weitreichende Aufsichtskompetenzen. Diese sind in der Verordnung über die Aufsicht und die Visitation in den Kirchgemeinden im Einzelnen geregelt. Gemäss Ordnungsstrafengesetz verfügt die Bezirkskirchenpflege zudem über disziplinarische Befugnisse. Bei Verstössen gegen unmittelbar anwendbares staatliches Recht im Sinn von § 11 Abs. 4 des Kirchengesetzes hat sie die Angelegenheit dem Bezirksrat zu überweisen. Für die Einstellung im Amt, die Abberufung und den Entzug der Wählbarkeit gegenüber einer Pfarrerin oder einem Pfarrer ist der Kirchenrat zuständig. Ebenso kann nur der Kirchenrat widerrechtliche Erlasse und Beschlüsse der Stimmberechtigten aufheben, Massnahmen zur Verhinderung einer drohenden Zahlungsunfähigkeit einer Kirchgemeinde treffen oder einer Kirchgemeinde das Recht zur Selbstverwaltung entziehen und ein leitendes Organ einsetzen, sofern die ordnungsgemässe Aufgabenerfüllung nicht anders gewährleistet werden kann. Beantragt eine Kirchenpflege derartige Massnahmen oder hält die Bezirkskirchenpflege solche von sich aus für angezeigt, so überweist sie die Angelegenheit mit ihrem Bericht dem Kirchenrat. (vgl. Art. 186 KO)