Message

Zürcher Landeskirche unterstützt Energiegesetz

Abstimmung vom 28. November 2021

Am 28. November stimmen die Zürcher Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über die Revision des kantonalen Energiegesetzes ab. Einer der Kernpunkte der vorgesehenen Änderungen besteht darin, dass Öl- und Gasheizungen am Ende ihrer Laufzeit durch saubere, klimaneutrale Wärmesysteme ersetzt werden. Auf diese Weise soll der Kanton die Reduktion der klimabelastenden CO2-Emmissionen vorantreiben.  

Der Kirchenrat der Reformierten Kirche Kanton Zürich befürwortet die Gesetzesrevision. Mit seinen aktuellen Legislaturzielen verfolgt er dieselbe Stossrichtung. Ein Schwerpunkt darin ist dem umweltbewussten Handeln gewidmet mit dem konkreten Ziel, das Umweltmanagement in den Kirchgemeinden verbindlicher zu gestalten und einen Prozess zu initiieren, der zur Zertifizierung aller Kirchgemeinden mit dem Umwelt-Label «Grüner Güggel» führt. Dem Kirchenrat ist bewusst, dass in Sachen Klimakrise nicht nur Politik und Gesellschaft vor grossen Herausforderungen stehen, sondern auch die Kirche in ihrem eigenen Verantwortungsbereich gefordert ist und ihr Handeln konsequent nach Kriterien ökologischer Nachhaltigkeit ausrichten muss.

Landeskirche und Kirchgemeinden sind von der Vorlage auch direkt betroffen, verfügen sie doch über zahlreiche Liegenschaften. Auch elektrische Widerstandsheizungen, die in Kirchengebäuden teils noch im Einsatz stehen, sind im Prinzip bis 2030 zu ersetzen. Allerdings sieht die Bauverordnung für Kirchengebäude eine Ausnahme vor. Übereinstimmend damit ist der Verein «oeku – Kirchen für die Umwelt» der Auffassung, dass bei einzelnen Elektroheizungen der Weiterbetrieb mit einer intelligenten Steuerung «aus energetischer und wirtschaftlicher Sicht sinnvoll sein» kann. 

Das Legislaturziel «Umweltbewusst handeln» und die entsprechenden Massnahmen haben für den Kirchenrat höchste Priorität, denn die Kirchenordnung verpflichtet die Landeskirche zum Eintreten für «die Bewahrung der Schöpfung». An ihrer letzten Versammlung hat die Kirchensynode dem Kirchenrat ohne Gegenstimme eine Motion überwiesen, die das Legislaturziel mit 2.5 Mio. Franken zügig vorantreiben will.