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Zürcher Landeskirche spendet 10'000 Franken für Nothilfe in Äthiopien

Die Reformierte Kirche Kanton Zürich unterstützt das Nothilfeprojekt von HEKS in Äthiopien

Ostafrika wird derzeit von der schwersten Heuschreckenplage seit Jahrzehnten heimgesucht. Extreme Wetterphänomene in aussergewöhnlicher Häufung haben eine explosionsartige Vermehrung der Heuschrecken begünstigt – möglicherweise eine weitere Folge des globalen Klimawandels. Hinzu kommt, dass einige Brutgebiete in Ländern liegen, in denen bewaffnete Konflikte eine Bekämpfung erschweren.

Laut UNO sind die Lebensgrundlagen von 20 Millionen Menschen bedroht. Die FAO (Food and Agriculture Organization – Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO) rief am 28. Januar 2020 die internationale Gemeinschaft auf, 76 Millionen US-Dollar zu mobilisieren, um die Ausbreitung dieser Insekten und die durch sie verursachten Schäden zu stoppen und die betroffenen Familien zu unterstützen.

HEKS ist seit vielen Jahren in Äthiopien tätig und hat am 6. März einen Spendenaufruf gestartet, um Kleinbäuerinnen und Viehzüchter in der Region Borana zu unterstützen. Von Anfang Januar bis Ende Februar haben die Schwärme dort eine Fläche von 45'435 Quadratkilometern befallen, das Ernte- und Weideland abgefressen und Eier gelegt. Die nächste Generation Heuschrecken schlüpft in der Regenzeit im Juni, wo die Feuchtigkeit die Vermehrung wiederum begünstigt. Die neu bepflanzten Agrarflächen sind in Gefahr. Die ohnehin schon prekäre Ernährungssituation in der Region wird durch die Heuschreckenplage noch verstärkt.

Die äthiopische Regierung ist dabei, Massnahmen zur Bekämpfung der Heuschreckenplage zu ergreifen. Die vom äthiopischen Landwirtschaftsministerium geleitete und von der UNO und den NGO’s zusammengesetzte Task-Force sieht folgende Sofortmassnahmen vor, um einer grossen Hungersnot vorzubeugen: Kurzfristig brauchen die Menschen Bargeld, um Lebensmittel zu kaufen, Tierfutter muss bereitgestellt werden und Weideland muss rehabilitiert werden.

Die Zürcher Landeskirche unterstützt die Nothilfe in Äthiopien mit 10'000 Franken aus dem Zwinglifonds.