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Nothilfe für Menschen in Krisenregionen

Zürcher Landeskirche spendet 150'000 Franken für Nothilfe im Nahen und Mittleren Osten

Der Kirchenrat der Reformierten Zürcher Landeskirche unterstützt mit 150'000 Franken notleidende Menschen im Nahen und Mittleren Osten. Diese Summe ist dank Kollekten und Spenden von Kirchgemeinden sowie durch Zuwendungen von Einzelpersonen zusammengekommen.

Mit den Geldern werden Projekte in der Südosttürkei, im Nordirak und in Syrien finanziert. Wie bereits in den Vorjahren fördert die Zürcher Landeskirche in der südosttürkischen Region des Tur Abdin, einem der ältesten christlichen Siedlungsgebiete, Ausbildungsprogramme für Jugendliche. Die vom syrisch-orthodoxen Kloster Mor Gabriel koordinierten Programme bezwecken, die Jugendlichen an den Arbeitsmarkt heranzuführen und ihnen durch Bildung gute Bleibeperspektiven zu eröffnen.

Im Nordirak unterstützt die Zürcher Landeskirche zusammen mit zwei kirchlichen Hilfs- und Entwicklungsorganisationen aus Europa im christlich geprägten Distrikt Zakho ein Projekt des Hilfswerks CAPNI (Christian Aid Program Nohadra Iraq), das darauf ausgerichtet ist, die wirtschaftliche
Entwicklung zu fördern, den sozialen Zusammenhalt zu stärken und Zukunftsperspektiven für Jugendliche zu schaffen.

In Syrien wird ein Projekt des Hilfswerks der Evangelischen Kirchen der Schweiz HEKS unterstützt, in dessen Rahmen in 17 protestantischen Kirchgemeinden Freizeitprogramme mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt werden. Diese dienen dazu, den Teilnehmenden in einem von Angst
und Unsicherheit geprägten Klima Momente der Normalität zu verschaffen; Momente, die geeignet sind, die Resilienz zu entwickeln und zu stärken, die sie für die Bewältigung ihres Alltags brauchen.

Neben der materiellen Hilfe, die dazu beiträgt, in den Projektländern akute Not zu lindern und die auch Nichtchristen zugutekommt, setzt die Zürcher Landeskirche mit ihrem über zehnjährigen Engagement auch ein wichtiges Zeichen der Hoffnung und der Solidarität.

Die nächste landeskirchliche Kollekte für bedrängte Christinnen und Christen ist auf den Zeitraum von Palmsonntag bis Ostern, 02.04. bis 10.04.2023, angesetzt. Spenden und Zuwendungen werden jederzeit gerne entgegengenommen.

Einzahlungen:
PC 80-2020-8 IBAN: CH35 0900 0000 8000 2020 8
Ev.ref. Landeskirche des Kantons Zürich, 8001 Zürich
Vermerk: 280005 Kollekte bedrängte Christen


10'000 Franken für Nothilfe in Nigeria

Der Nordosten Nigerias wird seit 2009 durch den Terror der dschihadistischen Terrororganisation Boko Haram und ihren Splittergruppen massiv beeinträchtigt. In Zentralnigeria führen die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen ethnischen und religiösen Gruppen dazu, dass die Einwohnerschaft der betroffenen Regionen jederzeit mit Überfällen und Entführungen rechnen muss. In den letzten Monaten haben schwere Überschwemmungen die Notsituation der belasteten Bevölkerung zusätzlich verschlimmert.

Nach Einschätzung der Vereinten Nationen sind in Nigeria mittlerweile mehr als 2,5 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Dazu zählen 1,5 Millionen Kinder, die durch sich ausbreitende Krankheiten (Cholera), Hunger oder Ertrinken bedroht sind. Mission 21 leistet zusammen mit einer lokalen Partnerkirche Nothilfe: Wiederaufbau der zerstörten Existenzgrundlagen nach der Rückkehr der Vertriebenen, Begleitung traumatisierter Personen durch psychosoziale Massnahmen, Identifikation von Konfliktpotenzialen und Umsetzung präventiver Massnahmen.

Der Kirchenrat unterstützt diese Massnahmen mit 10'000 Franken aus dem Zwingli-Fonds.


Dürre-Katastrophe am Horn von Afrika – Spendenaufruf des HEKS

Ostafrika ist von einer der schlimmsten Dürre-Katastrophen seit 40 Jahren betroffen, und ein Ende ich nicht in Sicht. Im Gegenteil, die weiter ausbleibenden Regenfälle und die extreme Trockenheit bedrohen die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen. Es gibt kaum sauberes Trinkwasser, keine funktionierenden Wasserversorgungssysteme, und die Hygienebedingungen sind katastrophal. Bereits Millionen Nutztiere sind verendet und 22 Millionen weiteren Tieren droht dasselbe Schicksal. Für die Bevölkerung, die von der eigenen Ernte und Viehzucht lebt, ist dies lebensbedrohlich.

HEKS unterstützt die betroffenen Menschen bereits seit längerer Zeit in ihrem Kampf gegen die Wasser- und Nahrungsknappheit und organisiert beispielsweise Wassertransporte in entlegene Gebiete, oder hilft bei der Installation und Instandsetzung von Wasserentnahmestellen. Um den Viehbestand zu erhalten, werden Futtermittel und Medikamente zur Verfügung gestellt. Um diese Hilfe auszuweiten und die notleidende Bevölkerung bei der Bewältigung dieser humanitären Krise zu unterstützen, bittet HEKS um Spenden.

Weitere Informationen: www.heks.ch

Spendenkonto: PC 80-1115-1
IBAN: CH37 0900 0000 8000 1115 1
Vermerk: 222197 HH Ostafrika 2022