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Wechsel bei Flughafenkirche

Pfarrer Walter Meier hat die Flughafenkirche geprägt. Nun tritt er in den Ruhestand.

Nach 40 Jahren Pfarramt wurde Pfarrer Walter Meier am 30. September von Kirchenrat Andrea Marco Bianca von seinen Amtspflichten entbunden und mit einer Würdigung seiner Tätigkeit sowie einem Segen in den Ruhestand entlassen.

Gleich drei Verantwortungsträger am Flughafen (Stephan Widrig, CEO Flughafen Zürich AG, Daniel Weder CEO skyguide und Ueli Zoelly Kommandant Flughafenpolizei) bedankten sich öffentlich bei Walter Meier für das Zusammenwirken und für die daraus gewachsene Freundschaft. Gerade in menschlich und organisatorisch herausfordernden Situationen war die Präsenz der Kirchen sowohl für die Verantwortungsträger wie auch für die Mitarbeitenden und Gäste des Flughafens von grosser Bedeutung. „Er ist der moderne Pfarrer, so wie ich ihn mir vorstelle – nahe bei den Leuten und immer den Puls fühlend, sprach-gewandt, gebildet, an allem interessiert menschlich, helfend.“, meinte Weggefährte und Freund Daniel Weder von skyguide. „Wie er mich zum 10. Jahrestag des Flugzeugabsturzes nach Überlingen begleitet hat, war prägend für meine Arbeit.“

Pfarrer Walter Meier hat gegen Ende der 1990er-Jahre als Pionier damit begonnen, zusammen mit seinem katholischen Kollegen die Präsenz das Flughafenpfarramts im Flughafen zu etablieren. Erlebte er anfangs noch eine gewisse Zurückhaltung, so konnte er mit der Flughafenkirche zum Zeitpunkt seines Abschieds die neuen Gebets- und Büroräume an zentralster Lage bei der Zuschauerterrasse beziehen.

Die Flughafenkirche und ihre seel- und sozialsorglichen Angebote seien nicht mehr aus dem Betrieb des Flughafens wegzudenken, meinten die Vertreter des Flughafens einstimmig anlässlich des Abschiedsfeier.

Am 6. November werden die Räumlichkeiten der Flughafenkirche mit einem interreligiösen Gebet offiziell in Betrieb genommen. Der Pfarreinsatz von Pfarrer Stephan Pfenninger Schait, dem Nachfolger von Walter Meier, der seine Arbeit bereits aufgenommen hat, findet am 27. November im Rahmen eines Gottesdienstes der Flughafenkirche statt.

Der Flughafenbetrieb läuft gut geölt wie eine Maschine, aber funktionieren tut er eben nur mit gesunden Menschen, und diese rückt die Flughafenseelsorge ins Zentrum, gibt Ihnen einen Rückzugsort, manchmal auch ein Auffangnetz, und damit dem Flughafen menschliche Wärme.

Die Seelsorge deckt das ab, was weder geplant noch vorausgesehen werden kann, und leistet einen ganz wichtigen Beitrag, dass der Flughafen auch als Gemeinschaft funktionieren kann.“

Stephan Widrig, CEO Flughafen Zürich AG