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Straub und Kull-Benz gewählt

Die Kirchensynode hat Esther Straub (l.) und Katharina Kull-Benz neu in den Kirchenrat gewählt.

Im Rahmen der konstituierenden Versammlung der reformierten Kirchensynode zur Amtsdauer 2015‒2019 wurden Katharina Kull-Benz und Esther Straub neu in den Kirchenrat gewählt. Sprengkandidatin Marlies Petrig schaffte zwar das absolute Mehr, schied aber als überzählig aus. Kirchenratspräsident Michel Müller und die bisherigen Mitglieder des Kirchenrates wurden im Amt bestätigt.

Es blieb spannend bis zum Schluss: Mit 63 Stimmen wurde die Kandidatin der Religiös-sozialen Fraktion, die Schwamendinger Pfarrerin und SP-Kantonsrätin Esther Straub, 45, in den Kirchenrat gewählt. Sie erhielt nur zwei Stimmen mehr als Marlies Petrig, die erst vor Kurzem von einer Gruppe von Synodalen als Sprengkandidatin ins Feld geführt worden ist. Die Co-Präsidentin des Stiftungsrates der Sieber-Werke erreichte zwar das absolute Mehr (48 Stimmen), schied aber als überzählig aus.

Neu gewählt wurde mit ebenfalls 63 Stimmen und damit ebenfalls mit nur zwei Stimmen Vorsprung auf Petrig auch Betriebswirtschafterin Katharina Kull-Benz, 61, Gemeindepräsidentin von Zollikon und FDP-Kantonsrätin. Sie wurde von der Liberalen Fraktion nicht zuletzt wegen ihrer Finanzkenntnisse portiert, um im Kirchenrat die Nachfolge des zurücktretenden Fritz Oesch antreten zu können.

Kirchenratspräsident Michel Müller, seit 1. Mai 2011 im Amt, wurde mit 86 von 107 gültigen Stimmen wiedergewählt. Die weiteren Mitglieder des Kirchenrates wurden ebenfalls im Amt bestätigt: Bernhard Egg (109 Stimmen), Andrea Marco Bianca (88), Thomas Plaz-Lutz (86) sowie Daniel Reuter (83). Ohne Gegenstimme bestätigt wurde auch Synode-Präsident Kurt Stäheli, Marthalen. Als Vizepräsidentinnen wurden Ruth Kleiber, Winterthur Seen, und Marianne Meier, Meilen, gewählt.

Botschafterin und Botschafter für das Reformationsjubiläum

Im Gottesdienst im Grossmünster, welcher der Versammlung zum Legislaturbeginn vorausging, wurden die Dübendorfer Pfarrerin Catherine McMillan und Grossmünster-Pfarrer Christoph Sigrist als Botschafterin und als Botschafter für das Reformationsjubiläum in ihr Amt eingesetzt. Sie sind gemeinsam mit dem Auftrag betraut, den Zürcher Reformierten und ihrem ab 2017 anstehenden 500-Jahr-Jubiläum ein Gesicht zu geben und damit die Wahrnehmbarkeit und das öffentliche Interesse am Reformationsjubiläum zu steigern.

Predigt von Kirchenratspräsident Michel Müller im Synodalgottesdienst