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Reformationsreise nach D

Eine Schweizer Delegation studiert im Rahmen einer Reise das deutsche Reformationsjubiläum.

In Vorbereitung des Zürcher und Schweizer Reformationsjubiläums bereist eine Gruppe von gut zwanzig kirchlich Verantwortlichen aus der Schweiz vom 2.­-10. Januar reformatorische Stätten in Deutschland. Die Bildungs- und Begegnungsreise soll nicht nur das Kennenlernen der für Schweizerinnen und Schweizer fremden Orten der Reformation ermöglichen. Sie soll auch Einblick hinter die Kulissen der in Deutschland bereits seit 2008 laufenden Jubiläumskampagne zum 500-Jahr-Jubiläum der Reformation bieten. Martin Breitenfeldt, Leiter der Schweizer Delegation und Beauftragter für das Reformationsjubiläum der Zürcher Landeskirche, stellt folgende Fragestellungen ins Zentrum der Reise: Wie sind die reformatorischen Stätten touristisch erschlossen? Wie arbeiten Staat, Kirche und andere zusammen? Was hat bisher funktioniert, aus welchen Fehlern können wir lernen?

Fragen wie diese werden mit Verantwortlichen des deutschen Reformationsjubiläums besprochen, darunter die Botschafterin für das Reformationsjubiläum, Margot Kässmann (Berlin) sowie Vertreter diverser Landeskirchen. Im Allgäu (Bundesland Bayern) nimmt die Gruppe alte Fäden wieder auf: Sie besucht eine reformierte Gemeinde zwinglianisch-reformierter Prägung, deren Pfarrer bis vor hundert Jahren aus Zürich kamen.

In Wittenberg (Bundesland Sachsen-Anhalt) ist die Gruppe bei der Geschäftsstelle der Evangelischen Kirche in Deutschland zu Gast, wo Breitenfeldt im vergangenen Sommer bereits vier Wochen mitgearbeitet hat. Dort ist auch ein Treffen mit dem Ökumene-Beauftragten für das Reformationsjubiläum, Propst  Kasparick, geplant.

Zürcher Baumpflanzung im Luthergarten Wittenberg

Am Dreikönigstag, dem 6. Januar 2014, um 15 Uhr pflanzt Kirchenratspräsident Michel Müller im Beisein der Schweizer Reisegruppe im Luthergarten Wittenberg symbolisch einen Baum. Kirchen aus aller Welt bringen dort mit einer Baumpflanzung symbolisch ihre Verbundenheit zum Ausdruck. Müller folgt damit einer Einladung des Lutherischen Weltbundes: «Ich tue dies bewusst und gern, denn das fünfhundertste ist das erste runde Reformationsjubiläum, nachdem Lutheraner und Reformierte der Schweizer Traditionslinie ihre Spaltung überwunden haben.» Im Geleitwort zur Baumpflanzung heisst es denn auch: «Als Mutterkirche der Schweizer Reformation und Mitglied im Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes sowie in der Reformierten Weltgemeinschaft drückt die Zürcher Kirche mit dem symbolischen Akt ihre Verbundenheit mit dem Ursprung der lutherischen Reformation und der ganzen vielgestaltigen reformatorischen Bewegung in Geschichte und Gegenwart und Zukunft aus. Mit dem Baum als Hoffnungszeichen verbindet der Kirchenrat das Gebet um eine Erneuerung der ganzen Kirche Jesu Christi und die Verpflichtung, das Seine dazu zu tun.»

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