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Perspektive mit Weitwinkel

Die Kirchensynode versammelte sich am 25. Juni zu einer Aussprache zu den grossen Fragen.

Unter dem Titel „Perspektive Kirche“ hat sich das Kirchenparlament am 25. Juni ausserhalb des üblichen Ratsbetriebes zu einer Aussprachesynode getroffen. Jenseits des kirchenpolitischen Tagesgeschäfts widmeten sich die Synodalen an der ganztägigen Veranstaltung den grossen Fragen nach dem Auftrag und Dienst der Kirche. Nach einer Phase der Strukturfindung der Landeskirche und im Hinblick auf das Reformationsjubiläum 2019 sollte mit der Ausspracheversammlung das Augenmerk auf die theologische Verantwortung der Kirchensynode gelenkt werden.

Die am Vormittag in Gruppenarbeiten erarbeiteten Leitsätze wurden am Nachmittag ins Plenum im Kirchgemeindehaus Neumünster getragen. „Wir wollen als Kirche eine sichtbare, selbstbewusste, begeisternde Gemeinschaft sein“ oder „Die Kirche der Zukunft ist lokal haftbar, inhaltlich fassbar und medial präsent“, waren Impulse, die eine Mehrheit der Synodalen begrüssten. Auf der weitgefächerten Prioritätenliste des Kirchenparlaments fand sich ausserdem der Wunsch nach „mehr Profil“, nach einem „Minimum an Verwaltung“ und einem „Maximum an Begeisterung“.

Etwas konkretere Ziele wurden ebenfalls formuliert: Stärkere Anstrengungen für die Einbindung der Jugendlichen nach der Konfirmation oder die bewusste Stärkung und persönlichere Gestaltung von Taufe, Hochzeit und Abdankung. Auch selbstkritische Töne begleiteten die Diskussionen: Zu hoch gegriffen seien die von den Synodalen vorgebrachten Ziele und zu wenig handlungsleitend.

Die Aussprachesynode fand ihren Abschluss in einer Abendmahlsvesper in der Kirche Neumünster.