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Öffentliche Beauftragung

Am 18. Mai fand im Grossmünster eine Beauftragung von kirchlichen Mitarbeitenden statt.

In einem öffentlichen Gottesdienst im Grossmünster wurden am 18. Mai 131 Personen, die in Kirchgemeinden des Kantons Zürich arbeiten, für ihren Dienst beauftragt. Die kirchliche Beauftragung wurde mit der im letzten Jahr in Kraft getretenen Kirchenordnung neu eingeführt. Personen, die in der Kirchenmusik, in der Sozialdiakonie inklusive Jugendarbeit oder in der Katechetik arbeiten, werden vom Kirchenrat in einer öffentlichen Feier beauftragt. Es ist dies ist ein liturgischer Akt ähnlich der Ordination für Pfarrpersonen.

Da diese Feier zur Beauftragung zum ersten Mal stattfand, war ein Nachholbedarf vorhanden, so dass diese erste Feier mit sehr vielen zu beauftragenden Personen in einem eigenen Gottesdienst gefeiert wurde: Kirchenrat Andrea Marco Bianca beauftragte 41 Kirchenmusikerinnen, 22 Kirchenmusiker, 46 Sozialdiakoninnen und 23 Sozialdiakone. Am Donnerstag, 7. Juli, findet – ebenfalls im Grossmünster – eine zweite Beauftragungsfeier für Katechetinnen und Katecheten statt.

In der Zürcher Landeskirche sind etwa 340 Personen in Kirchenmusik, 220 in Sozialdiakonie und 300 in der Katechetik mit unterschiedlichen Stellenpensen tätig. Alle diese Personen sind für das Gelingen der Arbeit einer Gemeinde unerlässlich. Personen, die eine Bereitschaft für einen dieser Dienste der Kirche haben, bringen eine persönliche „innere Berufung“ mit. Sie sind bereit, sich neben der notwendigen musikalischen, sozialen oder pädagogischen Ausbildung Kenntnisse der reformierten Landeskirche anzueignen und sind liturgisch oder theologisch ausgebildet. Von der Arbeit dieser Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird ein theologisch-biblisch verantwortetes Wissen und Handeln verlangt.

Im öffentlichen Beauftragungsgottesdienst spricht der Kirchenrat den beauftragten Personen seine Unterstützung bei der Erfüllung ihres Auftrags und den Segen Gottes zu. Diese geloben ihrerseits, die Arbeit in der Kirche in christlicher Verantwortung zu erfüllen. Die Beauftragten erhalten eine Urkunde und werden in ein Register der Zürcher Landeskirche aufgenommen.

Beauftragte Personen werden in der anstellenden Kirchgemeinde in ihre Tätigkeit eingesetzt. Auch dieser Akt erfolgt im Rahmen eines Gottesdienstes und steht in einer Entsprechung zur Installation von Pfarrpersonen in einer Kirchgemeinde. In der Feier sichert ein Mitglied der Kirchenpflege oder – bei Sozialdiakoninnen und Sozialdiakonen – die Präsidentin oder der Präsident des Diakonatskapitels der eingesetzten Person die unterstützende Zusammenarbeit zu. Diese verspricht ihrerseits, die Aufgaben und Pflichten in der Gemeindearbeit gewissenhaft zu erfüllen und am Aufbau der Gemeinde mitzuwirken. Die Einsetzung in der Gemeinde findet in der Regel bei einer Neuanstellung statt.

Die Regelung des Kirchenrates und die beruflichen Voraussetzungen für eine Beauftragung gemäss Artikel 134 KO für den kirchenmusikalischen, diakonischen und katechetischen Dienst finden Sie hier.