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400'000 für Nahen Osten

Die Zürcher Landeskirche spendet 400'000 Franken für die Nothilfe im Nahen Osten.

Der Kirchenrat der Zürcher Landeskirche unterstützt mit 400'000 Franken notleidende Menschen im Nahen und Mittleren Osten. Diese Summe ist dank vieler Kollekten von Kirchgemeinden sowie Spenden von Einzelpersonen zusammengekommen. Darin enthalten sind zudem 100'000 Franken aus dem Lotteriefonds, die der Zürcher Regierungsrat der Landeskirche treuhänderisch für Nothilfeprojekte für die Syrienflüchtlinge zugesprochen hat.

Mit dem Geld werden insgesamt 18 Projekte unterstützt, insbesondere im Nordirak, in Syrien und im Südosten der Türkei. Der Beitrag aus dem Lotteriefonds kommt unterschiedlichen ethnischen und religiösen Gruppen zugute. So werden zum Beispiel ein kurdisches Frauengesundheitszentrum, ein Spital in der vor allem von Jesiden bewohnten irakischen Region Sinjar sowie eine Schule für traumatisierte Flüchtlingskinder in Jordanien unterstützt.

Weil die Situation der Christen in diesen Ländern immer prekärer wird und viele die Hoffnung auf eine bessere Zukunft verlieren, liegt der Schwerpunkt der landeskirchlichen Hilfe bei Projekten zugunsten der orientalischen Christen. Langjähriger Projektpartner im Nordirak ist das Hilfswerk CAPNI, das insbesondere den Christen, die wegen der Terrormiliz IS  aus Mosul und aus der Niniveh-Ebene fliehen mussten, beisteht.

Weitere Beiträge fliessen in die Region Turabdin in der Südosttürkei, wo zunehmend bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen. Der alte Konflikt zwischen der türkischen Regierung und den Kurden ist wieder ausgebrochen und die Christen werden zwischen diesen beiden Fronten aufgerieben. Hier wird vor allem das spirituelle Zentrum der syrisch-orthodoxen Christen, das Kloster Mor Gabriel, unterstützt. Das Kloster koordiniert unter anderem die Religionslehrer, die in den christlichen Dörfern der Region arbeiten. Sie unterrichten die Kinder in der aramäischen Schrift und Sprache führen sie in die syrisch-orthodoxe Liturgie ein.

Die Zürcher Landeskirche pflegt seit vielen Jahren freundschaftliche Kontakte mit den orientalischen Kirchen und Hilfswerken im Nahen Osten. Schon 2009 hat der Kirchenrat in einem Bericht an die Synode programmatisch festgehalten: «Die Kirche muss grundsätzlich für alle da sein, die sich in Not befinden; unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit. Zugleich hat die Kirche eine besondere Verantwortung für Christen, die wegen ihres Glaubens in Bedrängnis sind oder verfolgt werden.»

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