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Nachhaltig predigen

Die neuen Predigtanregungen von "nachhaltig predigen" stehen im Zeichen der Ökumene.

Ökumenische Annäherung im Zeichen der Nachhaltigkeit

Im neuen Kirchenjahr 2016/17 ist es 500 Jahre her, dass Luther 95 Thesen an die Kirchentüre(n) in Wittenberg angeschlagen hat, um über wichtige Fragen des Glaubensverständnisses mit Fachleuten zu „disputieren“. So wurden üblicherweise öffentliche Debatten angestossen – es gab kein Internet. Die globale Sichtweise und das Glaubens- und Religionsverständnis änderten sich in Europa in der Folge drastisch und dramatisch.

„nachhaltig predigen“ erscheint in diesem besonderen Kirchenjahr zum zwölften Mal; als Merkmal eines Zeitgeists, aus dem heraus auch die Enzyklika Laudato si’ „disputiert“ wird und global und interkonfessionell Beachtung findet.

Auch bei „nachhaltig predigen“ geht es um die Erinnerung an christliche Wurzeln, dass diese „Nachhaltigkeit“ keine Neuerfindung ist, sondern im Glauben angelegt.

Ökumene ist dabei ein wichtiger Ansatz, passend zu diesem Reformationsjubiläum: Ohne das Zusammenspiel der Religionen und Konfessionen wird eine nachhaltige (Um-)Gestaltung und die Bewahrung der Schöpfung in Frieden und Gerechtigkeit nicht gelingen. Ebenfalls passend lautet das Schwerpunktthema bei „nachhaltig predigen“ im Kirchenjahr 2016/17 „Strukturen der Schuld“. Dem „Gelingen“ von nachhaltiger Entwicklung stellen sich Strukturen entgegen, eben Strukturen der Schuld, gegen die Einzelne machtlos sind; Sünde – im System verankert. Korruption ist nur eines von vielen Stichworten, wie „christliches Geschuldetsein“ gegenüber sozialer Gerechtigkeit und der Bewahrung der Schöpfung Sichtweisen verändern würde.

Inzwischen beteiligen sich 24 Landeskirchen und Bistümer am ökumenischen Internetprojekt, darunter seit 2016 die „Diocese in Europe“ der Anglikanischen Kirche.

www.nachhaltig-predigen.de