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Michel Müller ist Präsident

Michel Müller heisst der neue Präsident des Kirchenrates der reformierten Landeskirche.

Der 47jährige Thalwiler Pfarrer und Kandidat des Synodalvereins setzte sich im vierten Wahlgang mit 84 Stimmen knapp gegen Kirchenrat Andrea Marco Bianca durch, der für die Liberale Fraktion kandidierte und 80 Stimmen verbuchen konnte.

Vier Wahlgänge brauchte die Kirchensynode, bis der neue Kirchenratspräsident feststand. Zu Beginn der Versammlung war das Rennen noch völlig offen, einzig der vierte Kandidat, Pfarrer Hans-Peter Geiser, hatte sein Kandidatur am Vortag zurückgezogen. Einen ersten Hinweis gab die Mitteilung der Religiös-sozialen Fraktion, in einer internen Konsultativabstimmung hätten Andrea Marco Bianca und der Grossmünster-Pfarrer Christoph Sigrist, der von einer interfraktionellen Wählervereinigung nominiert worden war, in etwa gleich viele Stimmen erhalten, Müller aber deutlich weniger. Die Mitteilung der Evangelisch-kirchlichen Fraktion, sie unterstütze Michel Müller, machte die Ausgangslage aber wieder offen.

Die Richtung gab dann der erste Wahlgang vor, in dem Bianca mit 59 und damit mit einer Stimme mehr als Müller in Front lag. Sigrist hatte da mit 45 Stimmen bereits Rücklage. Dieses Bild korrigierte sich in den Wahlgängen zwei und drei nicht wesentlich, nur dass Müller jetzt die Führung übernahm. Im dritten Wahlgang schied Sigrist mit der geringsten Stimmenzahl (51) aus, so dass nur Müller und Bianca verblieben. Im vierten Wahlgang setzte sich Müller schliesslich mit 84 zu 80 Stimmen gegen Bianca durch. Drei der 167 Synodalen hatten leer eingelegt.

Michel Müller ist seit 1994 Pfarrer in Thalwil, Präsident des Synodalvereins der Kirchensynode und Abgeordneter im Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund. Die Wahl ins Präsidium des Kirchenrates hat allerdings den Austritt aus der Kirchensynode zur Folge. Müller ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

Bei seiner Erklärung zur Annahme der Wahl bat Michel Müller um Akzeptanz der Wahl, Vertrauen, Fürbitte und konstruktive Kritik. Er wies darauf hin, dass er jetzt zwar ein exponiertes Gesicht der Kirche sei, dass aber alle Behördenmitglieder und Mitarbeitenden der Landeskirche je an ihrem Ort das Gesicht der Kirche seien und dass er sich im Verbund mit diesen allen für die Zukunft der Landeskirche einsetzen wolle.

Pressebilder zur Wahl