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Luther-Rose für Pestalozzi

Luther-Rose für Pestalozzi

Am 17. November 2014 erhielt Dietrich Pestalozzi, Präsident des Verwaltungsrates der Pestalozzi + Co AG, im Grossmünster die Luther-Rose 2014 für gesellschaftliche Verantwortung und Unternehmer-Courage überreicht.

Die Internationale Martin Luther Stiftung (IMLS) ehrte im Rahmen der 7. Wirtschaftskonferenz damit eine Persönlichkeit, die, wie es im Text zur Preisverleihung heisst, „in beispielgebender Weise mit ihrem Leben und beruflichen Wirken die reformatorische Tradition von Freiheit und Verantwortung für das Gemeinwohl eingesetzt“ hat.

Bei der Wirtschaftskonferenz diskutierten in Zwinglis vormaligem Wohn- und Amtshaus, dem heutigen „Kulturhaus Helferei“, Prominente aus Wirtschaft, Politik und Kultur zum Thema "Protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus", unter ihnen der Botschafter der Schweiz in Deutschland, Tim Guldimann, die Botschafterin der Evangelischen Kirche Deutschlands für das Reformationsjubiläum 2017, Margot Kässmann, und Antoinette Hunziker-Ebneter, CEO der Forma Futura Invest AG, Zürich.

Im Rahmen des Festaktes im Grossmünster hielt der ehemalige Bundesrat Moritz Leuenberger die Festrede. Mit Blick auf den Preisträger Dietrich Pestalozzi äußerte er: "Ein Familienunternehmen zu erben, bringt Verantwortung. Wer sie wahrnimmt, würdigt sein Privileg – und verdient eine Luther-Rose."

Der Preisträger Dietrich Pestalozzi selbst dankte für die Verleihung des Preises. Er betonte, dass er seine unternehmerische Tätigkeit auch als Dienst an der Gemeinschaft verstehe. „Durch das Engagement vieler Menschen – im Unternehmen und ausserhalb – kann etwas Wertvolles entstehen“, zeigte Pestalozzi sich überzeugt.

Die Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht betonte in ihrer Gastrede mit Verweis auf die Reformatoren Luther, Zwingli und Calvin die Wurzeln des Modells der Sozialen Marktwirtschaft. Sie sieht den Unternehmer Dietrich Pestalozzi in dieser Tradition stehend. „Mit schweizerischem Charme verknüpft er in seinem wirtschaftlichen, sozialen und kirchlichen Handeln die Tugenden von Freiheit und Verantwortung. 'Unternehmer-Courage' nennt die Internationale Martin Luther Stiftung sehr zutreffend eine solche, beispielgebende Überzeugung und Lebenshaltung.“

Margot Kässmann zeigte sich erfreut über diese erste „ausländische“ Wirtschaftskonferenz der Internationalen Martin Luther Stiftung: „Dies war eine gute Idee und eine sehr sachorientierte wirtschaftsethische Debatte.“ Im Übrigen hätten Konferenz und Festakt in beeindruckender Weise veranschaulicht, dass auch im interdisziplinären Diskurs die innerreformatorische Ökumene aus Lutheranern und Reformierten erhebliche Lernpotenziale biete. „Gemeinsam wird der Weg nach Wittenberg 2017 spannender, facettenreicher und vor allem: europäischer.“