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"Lust und Last des Alters"

Das Grossmünster stand mit Podiumsdiskussion und Beleuchtung im Zeichen des Alters.

Über 700 Interessierte nahmen an der Podiumsdiskussion zum Thema «Älter werden: Lust oder Last?» teil. Um das Grossmünster selber verfolgten mehrere tausend Zuschauer die Beleuchtung des Zürcher Wahrzeichens mit Bildern zum hohen Alter. Der Anlass war Schlusspunkt der vor einem Jahr gestarteten Sensibilisierungskampagne «Alles hat seine Zeit» zum Thema Hochaltrigkeit.

Während einem Jahr haben Pro Senectute, die Reformierten Kirchen der Schweiz und Justitia et Pax mit der Kampagne «Alles hat seine Zeit» die Stellung von sehr alten Menschen in unserer Gesellschaft thematisiert. Die Initianten forderten mehr Wertschätzung und keine simple Redukti-on des Alters auf pure Kostenfaktoren. «Diese Botschaft ist in der Öffentlichkeit angekommen», sagt Werner Schärer, Direktor von Pro Senectute Schweiz. «Trotz bescheidenem Budget können wir nach einem Jahr ein positives Fazit ziehen: Das Thema Hochaltrigkeit ist salonfähig und die Lebensumstände von sehr alten Menschen – die ja oft zurückgezogen leben – sind sichtbarer geworden.»

Älter werden: Lust oder Last?

Die Podiumsgäste Adolf Muschg, Barbara Schmid-Federer, Peter Gross, Marion Schafroth und Monika Stocker gaben der Thematik des Älterwerdens ein vielfältiges und persönliches Gesicht. Sie diskutierten die verschiedensten Aspekte des Alters mit viel Witz und Ironie, aber auch mit philosophischem Tiefgang. Die Positionen zum Bilanzsuizid blieben erwartungsgemäss konträr, einig waren sich jedoch alle: Älter werden ist allemal eine Herausforderung, ob man es als Abenteuer, als Raum für die Selbstfindung oder als krankheitsgeprägte Phase durchlebt.

Weitere Infos unter www.alles-hat-seine-zeit.ch