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Kredit für Zusammenschlüsse

Die Kirchensynode hat einen Kredit für Zusammenschlüsse von Kirchgemeinden bewilligt.

Kirchgemeinden, die einen Zusammenschluss planen, erhalten finanzielle Unterstützung. Die reformierte Kirchensynode bewilligte dafür einen Rahmenkredit von 500'000 Franken. Ebenfalls Ja sagte das Kirchenparlament zum Budget 2016 der Zentralkasse. Einen Antrag zur Senkung der Lohnkosten von 400'000 Franken lehnte es ab.

An der Sitzung der Kirchensynode vor einer Woche hat das Kirchenparlament Stellung bezogen zu «KirchGemeindePlus» und dabei vom Kirchenrat mehr Klarheit und mehr Mitsprache beim grossen Reformprozess der Landeskirche verlangt. An der heutigen Sitzung konnte diese Forderung bereits ein erstes Mal eingelöst werden. Den Synodalen lag ein Antrag für einen ersten Rahmenkredit für Kirchgemeinden von 500'000 Franken zur Bewilligung vor; aus diesem Kredit sollen Beiträge an Kirchgemeinden zur Begleitung und Unterstützung der Organisationsprozesse im Rahmen von «KirchGemeindePlus» ausgerichtet werden.

Sowohl die neu für das Finanzressort zuständige Kirchenrätin Katharina Kull als auch die Präsidentin der Finanzkommission, Margrit Hugentobler, wiesen darauf hin, dass Kirchgemeinden auf Unterstützung angewiesen sind, wenn sie Gemeindezusammenschlüsse anvisieren. Mehrere Votanten begründeten ihre Zustimmung zum Kredit auch mit dem Signalcharakter: Die Kirchensynode zeige damit, dass sie gewillt ist, den Reformprozess voranzutreiben. Eben dies sei nach der letzten Debatte und der Rückweisung des Antrags des Kirchenrates zum Prozess «KirchGemeindePlus» in den Medien zum Teil missverstanden worden, monierte Rosmarie Egli aus Dürnten.

Adrian Honegger, Synodaler aus Flaach, plädierte gleichwohl für Rückweisung und forderte den Kirchenrat auf, nicht nur den vorliegenden Kredit für 2016, sondern den gesamten Rahmenkredit für die Unterstützung der Kirchgemeinde-Zusammenschlüsse, d.h. inklusive der Folgejahre, dem Parlament vorzulegen. Dieser Vorstoss vermochte zwar jene Kräfte in der Kirchensynode zu überzeugen, die ihre Entscheidung lieber erst anhand einer Gesamtauslegeordnung des Kirchenrates zu «KirchGemeindePlus» gefällt hätten. Mit 77 gegen 28 Stimmen zog es eine deutliche Mehrheit der Kirchensynode trotzdem vor, die laufenden Fusionsverhandlungen der Kirchgemeinden jetzt zu unterstützen und den Kredit zu sprechen.

Zustimmung zum Budget 2016 und keine Abstriche beim Lohn

Ungeteilte Zustimmung gab die Kirchensynode zum Voranschlag 2016 der Zentralkasse. Allerdings nicht ohne zuerst eine Debatte über die budgetierten Stufenanstiege für die Pfarrschaft und die Mitarbeitenden der Landeskirche zu führen. Die dafür vorgesehenen 800'000 Franken wollte Hans Martin Aeppli, Winterthur, aus Spargründen auf 400'000 Franken halbieren. Seinen Antrag auf Senkung der Lohnsumme um diesen Betrag lehnte die Kirchensynode mit 63 zu 40 Stimmen ab.

Für 2016 ist ein leichter Ertragsüberschuss von 412'000 Franken budgetiert. Dieses Ergebnis wird bei einem Zentralkassenbeitragssatz von 3,2 (2015: 3,15) erreicht. Die leichte Erhöhung des Beitragssatzes wurde nötig, weil die ökumenische Paarberatung und Mediation künftig aus der Zentralkasse und nicht mehr wie bis anhin von Kirchgemeinden in regionalen Trägerschaften finanziert wird.