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Hilfe für Nordirak / Türkei

Die Kirche hilft im Nordirak, in der Türkei und den Opfern des Hochwassers in Bosnien

Der Kirchenrat der Zürcher Landeskirche ist besorgt über die jüngste Entwicklung im Irak. Seit die islamistische Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) weite Teile im Westen des Irak kontrolliert und kürzlich sogar Mossul, die zweitgrösste irakische Stadt, eingenommen hat, hat sich die Lage der Christen im Irak weiter verschlechtert.

Aber auch viele andere leiden unter dem Terror der Extremisten. Hunderttausende (Muslime, Jeziden, Turkmenen und Christen) sind deshalb in die relativ sicheren kurdischen Provinzen geflüchtet. Dort ist die Lage dramatisch und die Not ist gross.
 
Die kurdische Provinzregierung hat unterdessen grosse Camps eingerichtet. Und auch die einheimischen Christen versuchen den Flüchtlingen unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit beizustehen. Sie bieten ihnen in Kirchen, Klöster und Schulen notfallmässig Unterkunft.
 
Zudem ist die einheimische Hilfsorganisation CAPNI (Christian Aid Program Northern Iraq), die von der Zürcher Landeskirche schon seit einigen Jahren unterstützt wird, gegenwärtig daran, ein grosses Nothilfeprojekt zu starten. Dabei geht es insbesondere um Lebensmittelpakete, Hygieneartikel, Matratzen, Wassercontainer und Medikamente.
 
Die Zürcher Landeskirche unterstützt dieses Nothilfeprojekt in der Niniveh-Ebene. Aus dem Sammelkonto „Bedrängte Christen“ werden CAPNI 20`000 Franken überwiesen. Zusätzlich hat auch das ökumenische Forum G2W einen Beitrag von 10'000 Franken für das Projekt beschlossen. Die beiden Beiträge werden zusammen überwiesen.
 

Unterstützung von Religionslehrern im Turabdin

 Zudem unterstützt die Landeskirche die kleine christliche Minderheit im Tuirabdin (Südosttürkei). Für die Bewahrung ihrer religiösen Identität hat das syrisch-orthodoxe Kloster Mor Gabriel schon seit langem ein Netz von Religionslehrern aufgebaut. Diese unterrichten Kinder zwischen 4 und 14 Jahren in der aramäischen Schrift und Sprache, vermitteln biblische Stoffe und führen sie in die syrisch-orthodoxe Liturgie mit ihren vielen Gesängen ein.
 
Zurzeit sind elf Lehrer in elf Dörfern im Einsatz. Ihre Saläre sind seit vielen Jahren auf dem gleich niedrigen Stand. Mit einem Beitrag von 10`000 Franken trägt die Landeskirche dazu bei, dass die Löhne der Lehrer moderat angehoben werden können und diese wichtige, traditionsbewahrende Arbeit weitergeführt werden kann.
 

Hilfe für Hochwasser-Opfer in Bosnien
 
Zudem hat der Zürcher Kirchenrat einen Beitrag von 10`000 Franken für die Opfer des verheerenden Hochwassers vom letzten Mai in Bosnien beschlossen.

Für Rückfragen:
Philippe Dätwyler, Tel. 044 258 92 65
 
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