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Gute Noten für "va bene"

Die Evaluation des Pilotprojekts "va bene - besser leben zuhause" ergab ein positives Ergebnis.

Hochbetagte Menschen besuchen und im Alltag unterstützen. Das ist das Ziel von „va bene – besser leben zuhause“. Das Gemeinschaftsprojekt der Evang.-ref. Landeskirche des Kantons Zürich, der Stiftung Diakoniewerk Neumünster und von Pro Senectute Zürich wurde in den letzten vier Jahren in sechs Pilotkirchgemeinden getestet. Nun liegt die Auswertung vor. Dabei konnten 22 Personen befragt werden, was einen ersten Fingerzeig auf den Erfolg des Projektes gibt. Fazit der Evaluation: Es ist „mehrheitlich gelungen“, die anvisierten Ziele zu erreichen. Die grosse Mehrheit (86%) hat die gewünschte und vereinbarte Unterstützungsleistung erhalten und zeigte sich voll und ganz zufrieden mit der angebotenen Hilfe.

Ziel des 2011 gestarteten Projektes ist die Unterstützung alter Menschen in der möglichst selbstständigen Bewältigung ihres Alltags. Mit einem freiwilligen Besuchsdienst soll es gelingen, den älteren Menschen möglichst lange eine hohe Lebensqualität zu ermöglichen. Das Projekt ist zweistufig aufgebaut: In der ersten Stufe werden Aspekte wie Haushaltführung oder Körperpflege geklärt, aber auch spirituelle Bereiche wie Sinnfragen und Lebensziele angesprochen. Die zweite Stufe besteht aus einem Netzwerk von Fachpersonen, die in komplexen Situationen beigezogen werden können. Das notwendige gerontologische Fachwissen erhalten die Besuchenden durch Schulungen des Instituts Neumünster in Zusammenarbeit mit dem früheren Zürcher Stadtarzt Albert Wettstein vermittelt.

In der Studie, die vom Zentrum für Gerontologie der Universität Zürich durchgeführt wurde, zeigte sich, dass „die Passung“ ein Schlüsselfaktor für ein gelingendes Miteinander ist. Einzig die beiden Unzufriedenen bewerteten die Passung als negativ: Denn stimmt die Chemie zwischen Besuchern und Besuchten nicht, hat die Unterstützung keinen Sinn. Laut der Studie ist es wichtig, dass die Freiwilligen ein hohes Mass an Sensibilität und Professionalität haben. Die Evaluation empfiehlt ausserdem, das Angebot in der Bevölkerung sichtbarer zu machen und ältere Menschen direkt auf den Besuchsdienst anzusprechen.