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Für ein Schulfach Religion

In der Vernehmlassung zum Lehrplan 21 sprach sich der Kirchenrat für ein eigenständiges Fach Religion aus.

Das Fach Religion und Kultur mit dem zusätzlichen Themenfeld Ethik soll auf der Primarstufe weiterhin als eigenständiges Fach unterrichtet werden. Dies fordert der Kirchenrat der reformierten Landeskirche in seiner Stellungnahme im Rahmen der Vernehmlassung zum Lehrplan 21, die von April bis September 2016 stattgefunden hat. Er lehnt damit das Vorhaben ab, die Lektionen für den Fachbereich Religionen, Kulturen, Ethik in den Fachbereich Natur, Mensch, Gesellschaft eingehen zu lassen. Ein solides Orientierungswissen für ein multireligiöses Umfeld zu vermitteln, wäre in einem übergreifenden Themenfeld nicht mehr gewährleistet, argumentiert der Kirchenrat.

Auch die Anstrengungen bei der Ausbildung der Lehrpersonen würden in Frage gestellt, wenn das Fach auch von Lehrpersonen unterrichtet würde, die sich keine Kompetenzen im Fach Religion und Kultur erworben haben. Aus Sicht des Kirchenrates gehört es zum Grundauftrag staatlicher Schulen, ein breites Wissens über Inhalte verschiedener Kulturen und Religionen zu vermitteln. Der Kirchenrat verweist auch darauf, dass sich das Zürcher Stimmvolk 2006 im Rahmen einer Volksinitiative nach der Abschaffung des Unterrichts in Biblischer Geschichte klar für ein eigenständiges Fach Religion und Kultur ausgesprochen hat.