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Ergänzungspfarrstellen

Der Kirchenrat hat eine erste Zuteilung der Ergänzungspfarrstellen vorgenommen. Die Zuteilung der Ergänzungspfarrstellen ist auf Kurs.

Die Kirchensynode genehmigte am 30. Juni 2015 einen Rahmenkredit von 29,9 Mio. Franken für die Ergänzungs-Pfarrstellen für die Amtsdauer 2016–2020. Bei der Bemessung der Summe ging der Kirchenrat davon aus, dass für die neue Amtsdauer mindestens 226 ordentliche Vollstellen und 42 Ergänzungspfarrstellen benötigt werden, was aufgrund des Mitgliederschwundes der letzten vier Jahre einen Verlust von rund 13 Stellen gegenüber der laufenden Amtsdauer bedeutet.

Parallel dazu hatten die Kirchgemeinden in den vergangenen Monaten Gelegenheit, ihre Gesuche für die Ergänzungspfarrstellen einzureichen. Insgesamt sind 95 Gesuche eingegangen, die der Kirchenrat vor den Sommerferien zu beurteilen hatte. Er tat dies abgesehen von den statistischen Fakten auch vor dem Hintergrund von Direktkontakten mit den betroffenen Gemeinden und von Gesprächen mit den Dekaninnen und Dekanen sowie den jeweils zuständigen Bezirkskirchenpflegen.

Erfreulich ist, dass der grossen Mehrheit der Gesuche grundsätzlich entsprochen werden konnte und die Modellrechnung dennoch bestätigt wurde, was für den Realitätssinn der Kirchgemeinden spricht. Der Kirchenrat rechnet aktuell mit knapp 228 Vollstellen und 41 Ergänzungspfarrstellen inklusive 2,6 Projektergänzungspfarrstellen. Auch die anvisierte Erhöhung der durchschnittlichen Mitgliederzahl pro 100 Pfarrstellenprozenten von 1604 auf 1650 Gemeindemitglieder konnte mit 1633 Mitgliedern ein gutes Stück weit umgesetzt werden.

Bei einigen Gemeinden konnte dem Gesuch zwar grundsätzlich entsprochen werden, aber nicht zur vollen beantragten Prozentzahl. Insbesondere bei kleineren Kirchgemeinden mit unter 1000 Mitgliedern mussten teils leider Abstriche gemacht werden. Berücksichtigt hat der Kirchenrat bei seinen Überlegungen auch absehbare Altersrücktritte sowie einzelne Härtefälle. Das Entgegenkommen in diesen Situationen kommt aber der betroffenen Person zugute und hat nicht Bestand für die Gemeinde.

Sämtliche betroffenen Kirchgemeinden sind über die Entscheide des Kirchenrates in der ersten Juli-Hälfte informiert worden. In mehr als zwei Dutzend Fällen wird der Kirchenrat in den kommenden Wochen weitere Gespräche führen, und die Gemeinden haben auch Gelegenheit, Wiedererwägungsgesuche einzureichen. Die definitiven Entscheide des Kirchenrates erfolgen am 16. September 2015.