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Die Reformierten rubbeln

Von 26. August bis 18. September findet in ZH, BE, AG und SO das Kirchenglückspiel statt.

«Für etwas mehr Glück in dieser Welt»

 

Zwischen 26. August und 18. September 2011 machen die reformierten Kirchen in den Kantonen Aargau, Bern, Solothurn und Zürich mit einer ungewöhnlichen Öffentlichkeitskampagne zum Thema «Glück» auf besondere Angebote und Projekte der Kirchgemeinden aufmerksam. Die Kampagne richtet sich vor allem an kirchenferne Mitglieder, die ungewöhnliche oder neue Angebote ihrer Gemeinden in der Regel kaum kennen und vielleicht ein veraltetes Bild von ihrer Kirche haben.

Im Zentrum der Kampagne stehen Rubbellose und das Internet. Am 26. August werden den Mitgliederzeitungen «reformiert.» und dem interkantonalen Kirchenboten (in Solothurn) ca. 200’000 Rubbellose beiliegen. In der Stadt Zürich werden die Lose anfangs September auch den Quartieranzeigern beigelegt. Tausende weitere Lose werden in den nächsten drei Wochen von den Kirchgemeinden an Veranstaltungen und Aktionen verteilt, z.B. anlässlich von Dorffesten. Insgesamt werden 600'000 Lose verbreitet, davon 230'000 im Kanton Zürich.

Auf den Losen kann man einen Gewinncode freirubbeln und diesen auf der Internetseite «www.kirchenglücksspiel.ch» eingeben, um herausfinden, ob man gewonnen hat. Man kann aber auch direkt online mit der Maus rubbeln. Wer keinen Internetzugang oder Fragen und Kritik hat, kann täglich von 8–22 Uhr die Gratis-Hotline der Kampagne anrufen: 0800 444 333.

Was es mit dem Geldgewinn auf sich hat, erklärt die Internetseite. Im Mittelpunkt der Aktion im Internet stehen die vielfältigen und überraschenden Angebote der Kirchgemeinden für junge und erwachsene Menschen zwischen 20 und 50 Jahren. Wer mit seinem Los gewonnen hat, behält den Gewinn nicht für sich selber, sondern wird eingeladen, ihn einem der vorgestellten Projekte zukommen zu lassen. Das Geld wird dann auch wirklich ausbezahlt. Insgesamt stehen 30'000 Franken zur Verfügung.

Ca. 300 Angebote und Projekte kann man auf der Internetseite entdecken. Jede Kirchgemeinde, die bei der Kampagne mitmacht, präsentiert dort mehrere Aktivitäten oder Angebote speziell für Menschen im besagten Alter – Angebote, die allen Menschen offenstehen, die zu Begegnungen und neuen Erfahrungen und damit zu ein wenig mehr Glück führen können.

Viele Kirchgemeinden planen zudem spezielle Veranstaltungen, die nach dem Wesen des Glücks fragen, oder Gottesdienste zum Thema «Das Glück kommt zur rechten Zeit». Die Kampagne ist in den Kirchgemeinden allerdings nicht unumstritten, in erster Linie wegen ihrer ungewohnten Form. Rund 140 von 500 Kirchgemeinden machen mit; im Kanton Zürich sind es 36 von 180, die zusammen rund 30 Prozent der Mitglieder der Landeskirche erreichen.

Die Kampagne 2011 wurde von der Zürcher Werbeagentur Wirz entwickelt. Sie knüpft in ihrer Ausrichtung – aber nicht in der Umsetzung – an bisherige Kampagnen an, die die reformierten Kirchen der Schweiz mit unterschiedlicher Beteiligung durchgeführt haben: 2001 «Selber denken. Die Reformierten», 2005 «Ist Fussball … alles, woran Sie glauben?», in der Nordwestschweiz, oder 2008 zum Start der Zeitung «reformiert.» in Bern, Aargau und Zürich. Die Form der Kampagne 2011 ist aber völlig neu, weil sie auf Rubbellosen und nicht auf einer klassischen Plakatkampagne aufbaut und weil sie das Internet stark einbezieht.