Message

Den Sonntag schützen

Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund hat eine neue Broschüre zum Sonntag veröffentlicht.

Der Sonntag ist der Stolperstein unseres Alltags. Er fordert unsere eingeschliffenen Lebensweisen heraus. Der Sonntag hält uns den sozialen Spiegel vor die Nase: Wo gehören wir hin? Mit wem wollen wir unsere Zeit teilen?“

Dies sind Sätze aus der vom Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund neu veröffentlichten Broschüre „Wer braucht eigentlich den Sonntag?“. In seiner aktuellen Ausgabe der Reihe „10 Fragen und Antworten“ stellt der SEK einige provokante Aussagen zum Sonntag zur Diskussion: Der Sonntag sei „eine Art Therapie gegen den Alltag und eine Entzugseinrichtung gegen den Rausch narkotisierter Betriebsamkeit“.

„Leben ist auch Zusammenleben“, stellt der Kirchenbund fest: „Was gemeinsam geschieht, braucht regelmässige, gemeinsame freie Zeit. Überall dort fehlt, wer am Sonntag arbeiten muss.“

„Die Kirchen feiern den Sonntag unbeirrt“, so der Kirchenbund weiter. Im Gottesdienst zeige sich ein zentrales Motiv des Sonntags: Zusammensein, Gemeinschaft haben, Zeit teilen: „Was die Kirche braucht, benötigt gelingendes gesellschaftliches Zusammenleben erst recht: Gemeinschaft und Gleichzeitigkeit.“

Angesichts der bleibend aktuellen Diskussion um Sonntagsruhe und Sonntagsarbeit meint der Kirchenbund: „Dass lebenswichtige Dienste am Sonntag verfügbar sind, versteht sich von selbst. Bei allem, was das Leben am Sonntag angenehmer macht, wird man abwägen müssen. Denen, die dafür arbeiten, wird die Sonntagsruhe genommen.“

Wer braucht eigentlich den Sonntag? - 10 Fragen und Antworten