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BVK schmälert Rechnung

Die Kirchensynode verabschiedete an ihrer Juni-Sitzung die Rechnung 2012 der Zentralkasse.

BVK beeinträchtigt Kirchen-Rechnung

 Die reformierte Kirchensynode verabschiedete an ihrer ersten Juni-Versammlung die Jahresrechnung 2012 der landeskirchlichen Zentralkasse ohne Gegenstimme. Diese schliesst bei einem Umsatz von rund 93 Mio. Franken mit einem Aufwandüberschuss von 3,8 Mio. Franken gegenüber einem budgetierten Ertragsüberschuss von 2,4 Mio. Franken. Das ordentliche Ergebnis würde eigentlich einen Ertragsüberschuss von 4,2 Mio. Franken ausweisen, was gemäss dem für die Finanzen zuständigen Kirchenrat Fritz Oesch an sich ein erfreuliches Ergebnis wäre. Der letztlich aber doch resultierende Aufwandüberschuss ist auf eine nicht budgetierte Rückstellung für Arbeitsgebersanierungsbeiträge an die BVK, Personalvorsorge des Kantons Zürich, in der Höhe von 10 Mio. Franken zurückzuführen.

Diese Rückstellung lässt das Eigenkapital der Landeskirche auf noch 11,9 Mio. Franken schrumpfen. Kirchenrat Oesch betonte, dass mit dieser Summe nicht einmal mehr für zwei Monate die Löhne bezahlt werden könnten. Ziel müsse deshalb sein, möglichst rasch wieder auf ein Eigenkapital von 20 Mio. Franken zu kommen.

Das könnte aber alles andere als einfach sein. Der Synodale Karl Stengel, Feldmeilen, wies darauf hin, dass die geplante Unternehmenssteuerreform dem Kanton Zürich 350 Mio. Franken und den Gemeinden 500 Mio. Franken Mindereinahmen bei den juristischen Personen bescheren könnte. Das würde auch für die Landeskirche markante Einbussen mit sich bringen. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund wiesen mehrere Votanten im Blick auf nächste Budgetrunden auf die Bedeutung künftigen Sparens hin, sowohl auf Seite der KIrchensynode wie auf Seite des Kirchenrates.

Die Notwendigkeit des Sparens wollte in der Synode niemand bestreiten. Umso mehr fragte aber der Synodale Roland E. Peter, Winterthur, wie es gelingen könnte, trotz Spardruck innovativ zu bleiben. Er regte die Lancierung einer Plattform an, über die innovative Projekte gefördert werden könnten. Kirchenrätin Irene Gysel nahm den Ball auf und wünschte sich – nicht zuletzt im Blick auf das Reformationsjubiläum –, 1 Mio. Franken für innovative Projekte einsetzen zu können, welche die Verkündigung des Evangeliums ins Zentrum stellen.


Bildungs-Debatte verschoben

Das als weiteres Traktandum vorgesehene Bildungskonzept der Landeskirche wurde von der Kirchensynode nicht behandelt, da der Kirchenrat das Geschäft auf Empfehlung der vorberatenden Kommission noch vor der Sitzung zurückgezogen hatte. Kirchenratspräsident Michel Müller begründete den Entscheid mit einer veränderten Ausgangslage und dem Hinweis, es müsse deutlicher gemacht werden, welche Punkte der zugrundliegenden Motion beantwortbar seien und welche nicht. Jacqueline Sonego, Präsidentin der vorberatenden Kommission, forderte ein klares Aufzeigen der strategischen Ausrichtung der künftigen Bildungsarbeit, dies insbesondere auch im Blick auf eine konzeptionelle Basis für die geplante Stadtakademie.