Message

Appell zur Besonnenheit

Sorge über judenfeindliche Äusserungen im Vorfeld der Palästina-Demonstration.

Der Interreligiöse Runde Tisch, bei dem die Leitungspersonen verschiedener Kirchen und Religionsgemeinschaften seit zehn Jahren zusammenarbeiten, ist besorgt über die judenfeindlichen Äusserungen im Vorfeld der Palästina-Demonstration vom 18. Juli in Zürich.

Der Interreligiöse Runde Tisch verurteilt es entschieden, wenn die hier lebenden Juden für die politische Situation im Nahen Osten verantwortlich gemacht werden und zu Hass und Gewalt gegen sie aufgerufen wird.

Es sei zwar nachvollziehbar, dass der aktuelle Konflikt im Nahen Osten beidseits zu Angst, Verbitterung und Rachegefühlen führt und auch in der Schweiz viele Menschen bewegt. Aber man dürfe sich von der Spirale der Gewalt nicht anstecken lassen. Der religiöse Friede in der Schweiz dürfe weder mutwillig noch fahrlässig aufs Spiel gesetzt werden.

Der Runde Tisch appelliert deshalb an alle, die sich Palästina verbunden fühlen, unter den gegebenen Umständen entweder auf eine Teilnahme an der Demonstration zu verzichten oder sich an der Demonstration für Besonnenheit, Gewaltfreiheit und Respekt gegenüber Andersgläubigen einzusetzen.

Zudem werden die Stadtzürcher Behörden gebeten, den Schutz und die Sicherheit der in Zürich lebenden jüdischen Gemeinschaft voll und ganz sicher zu stellen.

Für Rückfragen:
Philippe Dätwyler, Sekretär des Interreligiösen Runden Tisches
Tel. 044 258 92 65; Mobile: 079 667 53 64
Mail: philippe.daetwyler@zh.ref.ch

Links dazu: