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10. Jahrestag Bassersdorf

Gedenkgottesdienst zum zehnten Jahrestag des Flugzeugabsturzes bei Bassersdorf.

Angehörige und Einwohner gedenken des Unglücks von Crossair-Flug 3597

 

Am 24. November fand in der katholischen Kirche St. Franziskus in Bassersdorf ein ökumenischer Gedenkgottesdienst für die am 24.11.2001 bei Bassersdorf ums Leben gekommenen Passagiere und Besatzungsmitglieder von Flug LX3597 statt. Rund 150 Personen fanden sich zur kirchlichen Feier ein.

 

Der Grossteil der Besucher waren Einwohner von Bassersdorf und Umgebung. Als unmittelbare Anwohner am Unglücksort waren sie ebenfalls mitbetroffen. Auf Einladung des Flughafenpfarramtes reisten rund 50 Angehörige der Opfer und der neun Überlebenden aus dem In- und Ausland an. Im Zentrum des Gedenkaktes standen 24weisse Kerzen, die an die 24 Opfer erinnerten, und neun weisse Flamingoblumen (Anthuria) für die neun Überlebenden, denen ein zweites Leben geschenkt worden war. Vorgängig hatten sich die Angehörigen zu einer Andacht beim Gedenkstein am Unglücksort versammelt. Mit den Gedenkfeierlichkeiten sollte ein Abschluss der Trauerarbeit ermöglicht werden.

 

In Anlehnung an die christliche Tradition des Gedenkens hatten die reformierte und die katholische Kirche im Kanton Zürich auf Initiative der Flughafenpfarramtes  eingeladen. Die Flughafenseelsorger Claudio Cimaschi, Walter Meier und Freiwillige vom Flughafen-Careteam hatten damals das Careteam der Crossair/Swissair in der Betreuung der Angehörigen unterstützt.

Erfahrungsbericht vom Gottesdienst:

Die Kirche begann sich schnell zu füllen. Begleiter des Flughafenpfarramtes sowie der Care-Organisation Flughafen sassen bei den Familienangehörigen. Gemeindeleiterin Ute van Appeldorn sowie die Flughafenseelsorger begrüssten die Gottesdienstteilnehmenden. Höhepunkt der Feier war das Lichtritual: Die 24 Lichter wurden in meditativer Stille vom Boden auf den Altar gehoben. In diesem Moment waren die Gedanken ganz bei den Opfern. Die Symbolhandlung zeigte an, dass sie alles Irdische überwunden haben und nun in einer anderen Dimension geborgen sind. Hierauf erhielten alle Anwesenden das Licht von der Osterkerze, Symbol für den Glauben an die Auferstehung.

Die Kantorei Bassersdorf unter der Leitung von Alexander Seidel umrahmte den Gottesdienst mit Werken von J.S. Bach, J.M. Haydn u.a. Corinne Sonderegger, Oboe, und Christel Merli, Orgel beeindruckten mit zwei Sätzen der Sonate in C von J. B. Loeillet sowie mit der Instrumentalversion des Liedes von Melanie Thornton „I love how youlove me“. Die Sängerin hatte vor zehn Jahren beim Unglück ihr Leben verloren.

In den Fürbitten auf Deutsch und Englisch wurde um Gottes Beistand für die kommende Zeit gebeten. Im Anschluss an den Gottesdienst konnten sich Familienangehörige, Überlebende, Angehörige der Rettungskräfte und Einwohner von Bassersdorf im Pfarreisaal in ungezwungener Atmosphäre begegnen.

(Flughafenpfarramt Kloten)