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10 Jahre Bahnhofkirche

Zum 10jährigen Bestehen der Bahnhofkirche sind die «Weg-Worte» in Buchform erschienen.

Über 1,5 Millionen Besucherinnen und Besucher, rund 20 000 Seelsorgegespräche und mehr als 300 000 entzündete Kerzen – das sind Zahlen, die belegen, dass die Bahnhofkirche der reformierten und katholischen Kirche eine Erfolgsgeschichte ist. Vor zehn Jahren öffnete sie ihre Türen im hektischen Hauptbahnhof Zürich und bietet seither einen Ort der Ruhe, einen Raum für Gespräche und Gedanken.

Die Bahnhofkirche ist in erster Linie eine kleine Kapelle, die täglich von bis zu 500 Menschen aufgesucht wird – unabhängig von der Religion, der sie angehören. Während der Öffnungszeiten bieten jeweils ein Seelsorger oder eine Seelsorgerin Gesprächsmöglichkeiten an – anonym, ohne Anmeldung, kostenlos. Die beiden Seelsorger Roman Angst (reformiert) und Toni Zimmermann (katholisch) leiten die Bahnhofkirche, die sich im ‚Dienstleistungsgeschoss‘ nahe der Schliessfächer befindet. 22 Freiwillige betreuen während je rund vier Stunden pro Woche den Empfang.

Täglich schreiben die Seelsorgenden kurze Impulse für den Weg in den Tag. Diese werden als Andacht gehalten und als Text in der Kapelle aufgelegt. In den letzten 10 Jahren sind 2600 solcher «Weg-Worte» entstanden. 260 von ihnen – für jeden Werktag eines – sind zum Jubiläum in einem Buch erschienen (Edition NZN beim Theologischen Verlag Zürich TVZ).

Erste Ideen zu einer Bahnhofkirche gab es seitens der Kirchen schon in den siebziger Jahren. Aber erst an Pfingsten 2001 konnte die Bahnhofkirche eröffnet werden, nachdem kirchliche Trägergremien Gelder gesprochen hatten und die SBB vom interreligiösen Konzept und dem Nutzen des Gesprächsangebots überzeugt waren. Der Betrieb der Bahnhofkirche kostet pro Jahr etwas mehr als eine halbe Million Franken. Diesen Betrag finanzieren die Evangelisch-reformierte Landeskirche, die Römisch-katholische Körperschaft sowie die beiden Stadtverbände, in denen die reformierten respektive katholischen Kirchgemeinden der Stadt Zürich zusammengeschlossen sind.

Im Bild von links die Bahnhofseelsorger Roman Angst (ref.) und Toni Zimmermann (kath.) mit den «Weg-Worten» in Buchform.

Weitere Informationen finden Sie hier.