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Ethisches und nachhaltiges Investment

Bei der Bewirtschaftung des Vermögens der Kirche sollen neben finanziellen Kriterien künftig stärker soziale und ökologische Aspekte sowie Kriterien der Generationengerechtigkeit und der guten Unternehmensführung berücksichtigt werden.

Die Reformierte Zürcher Landeskirche macht vorwärts mit der ethischen Anlage ihres Vermögens: Der Kirchenrat hat das Anlagereglement komplett überarbeitet und dabei strengere Ausschlusskriterien definiert: So dürfen etwa keine Staaten berücksichtigt werden, die als korrupt gelten oder die Todesstrafe praktizieren. Ausgeschlossen sind weiter Unternehmen, die unter menschenunwürdigen Bedingungen produzieren lassen oder mit einem Umsatzanteil von mehr als fünf Prozent an der Herstellung von Rüstungsgütern beteiligt sind.

In den neuen Katalog aufgenommen wurden auch Positivkriterien: Bei Anlagen berücksichtigt werden sollen insbesondere Unternehmen, die Mitverantwortung für die Arbeitsbedingungen in Zulieferbetrieben übernehmen, die sich für die Reduzierung des Rohstoff-, Wasser- und Energieverbrauchs oder der Schadstoffemissionen einsetzen oder die eine verbesserte Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglichen.

Neu werden anstelle des bisherigen Beratungsmandates vier Vermögensverwaltungsmandate an Banken und Vermögensverwalter mit einem Fokus auf nachhaltige Geldanlagen erteilt. Die Performance dieser Mandate wird im Hinblick auf die definierten Kriterien überwacht und verglichen.

Der Kirchenrat ist überzeugt, dass die nachhaltige Anlage von Vermögen zu einer positiven sozialen, ökologischen und ökonomischen Entwicklung beiträgt und sich so nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes auszahlt, sondern auch im übertragenen.

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