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Aktuelle Informationen zur Pandemie

Stand 14. April

Der Bundesrat hat am 14. April die nächsten Öffnungsschritte bezüglich Pandemie-Massnahmen bekannt gegeben. Sie gelten seit Montag, 19. April.

Veranstaltungen
Veranstaltungen mit aktiv Teilnehmenden, aber ohne Publikum, sind mit bis zu 15 Personen wieder möglich. Im kirchlichen Bereich gilt dies beispielsweise für eine Kirchturm-Führung.
Bei Veranstaltungen mit Publikum, also etwa bei einem Konzert, sind in Innenräumen bis zu 50 Personen und in Aussenbereichen bis zu 100 Personen erlaubt. Innen- wie Aussenräume dürfen aber maximal zu einem Drittel der Kapazität belegt werden. Es gilt eine Sitzpflicht und die Maske muss immer getragen werden. Zwischen den Besucherinnen und Besuchern muss jeweils ein Abstand von 1,5 Metern eingehalten oder ein Sitz freigelassen werden. Von Pausen ist abzusehen.
Für Veranstaltungen in der Erwachsenenbildung gilt ebenfalls eine Beschränkung auf maximal 50 Personen, auch wenn sie nicht effektiv mit Publikum durchgeführt werden, und eine Kapazitätsbegrenzung auf ein Drittel der Räumlichkeit, ebenso Masken- und Abstandspflicht.

Gottesdienste
An Gottesdiensten dürfen, sofern es die räumlichen Gegebenheiten zulassen, maximal 50 Personen teilnehmen (inkl. Kinder). Die Grenze von 50 Personen in Innenräumen gilt für Gottesdienstbesuchende inklusive Mitwirkende (Pfarrerin, Organist, Sängerin, Sigrist etc.). In begründeten Ausnahmefällen (insb. Gottesdienste in grösseren Kirchen ohne Abendmahl) können die Gottesdienste mit 50 Teilnehmenden plus Mitwirkende durchgeführt werden. Dies insbesondere dann, wenn die strengeren Regelungen für «Veranstaltungen mit Publikum» angewendet werden können, namentlich: Es besteht eine Sitzpflicht und eine fixe Sitzzuweisung; zudem darf maximal ein Drittel der Kapazität an Sitzplätzen besetzt werden.

Finden die Gottesdienste im Aussenbereich statt, so sind maximal 100 Personen zugelassen (inkl. Kinder). Im Aussenbereich gilt: Die Grenze von 100 Personen bezieht sich auf die Gottesdienstbesuchenden; die Mitwirkenden sind davon ausgenommen. Hingegen gelten im Aussenbereich zwingend die strengeren Regelungen für «Veranstaltungen mit Publikum» der geltenden Covid-Verordnung: Es besteht eine Sitzpflicht und eine fixe Sitzzuweisung; zudem darf maximal ein Drittel der Kapazität an Sitzplätzen besetzt werden.

An Beerdigungen besteht keine fixe Teilnehmerzahl; es sind Angehörige des Familien- und des engen Freundeskreises zugelassen.

Die Kirchgemeinden sind aufgefordert, sorgfältig zu prüfen, ob und wie die Durchführung eines Gottesdienstes aufgrund der lokalen Umsetzungsmöglichkeiten der Schutzmassnahmen zu verantworten ist – gerade in Anbetracht der generell verschärften Massnahmen. In Erwägung zu ziehen ist auch, Gottesdienste nur noch einmal und nicht wie in der Weihnachtszeit mehrfach durchzuführen und auf Online-Angebote auszuweichen.

Abendmahl
Das Feiern des Abendmahles ist seit dem Eidg. Dank-, Buss- und Bettag vom 20. September wieder möglich. Das Pfarramt kann aber nach Absprache mit der Kirchenpflege auf die Durchführung verzichten. Möglich sind sowohl das wandelnde Abendmahl wie auch die Austeilung am Platz. In jedem Fall hat die Einnahme aber am Sitzplatz zu erfolgen. Folgende Regelungen sind zu beachten:

- Das Pfarramt entscheidet in Absprache mit der Kirchenpflege über die Form des Abendmahls.
- Auf Gemeinschaftskelche ist generell zu verzichten.
- Das Abendmahlsbrot ist vorbereitet und zugeschnitten. Bei der Vorbereitung und beim Zuschneiden des Brotes sind Handschuhe und Gesichtsmasken zu tragen; das Personal in den Kirchgemeinden ist entsprechend zu instruieren. Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Helferinnen und Helfer (oder Liturginnen und Liturgen) desinfizieren vor der Austeilung gegenüber der versammelten Gemeinde sichtbar ihre Hände. Bei Bedarf können Handschuhe verwendet werden. Dem gottesdienstlich-liturgischen Rahmen wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt.
- Die Schale mit dem Abendmahlsbrot kann seitlich (abseits der Sprechrichtung) aufgestellt werden, das Brot mit einer kleinen Brotzange in die Hände gereicht werden. In kleineren Gemeinschaften können Abendmahlsbrot und Einzelkelche in Einzelportionen auf dem Gabentisch bereitgestellt werden.
- Wo es die räumlichen Verhältnisse zulassen, ist eine Austeilung mit entsprechendem Abstand zu erwägen. Beim wandelnden Abendmahl ist auf die Abstandsregeln aufmerksam zu machen.
- Spendeworte werden nur mit Schutzmaske gesprochen.
- Die liturgische Einbettung des Abendmahls im Gottesdienst ist so zu gestalten, dass Gemeindeglieder, die nicht daran teilnehmen wollen, sich nicht herabgesetzt fühlen.
- Die Kirchgemeinde ist – bspw. via Website – über die Form des Abendmahls im Voraus zu informieren.
Diese Regelungen sind mit den Dekaninnen und Dekanen abgesprochen. Es sollen damit am Bettag und am Reformationssonntag vorerst Erfahrungen gesammelt werden.

Wenn Gottesdienste nach den Regeln der «Veranstaltungen mit Publikum» gefeiert werden, ist die Durchführung des Abendmahls nicht gestattet, da dort zu jeder Zeit Sitzpflicht für alle Gottesdienstbesuchenden gilt.

Gesang
Das gemeinsame Singen im Gottesdienst ist mit Schutzmaske wieder möglich.
Aufführungen mit Chören vor Publikum sind hingegen weiterhin verboten. Proben sind bis maximal 15 Personen möglich, mit Maske und Abstand. Wo keine Maske getragen werden kann, etwa beim Singen oder Klarinette spielen, muss für jede Person eine Fläche von mindestens 25m2 zur ausschliesslichen Nutzung zur Verfügung stehen, oder es werden zwischen den einzelnen Personen wirksame Abschrankungen angebracht.

Alle Schutzmassnahmen bleiben weiterhin in Kraft, insbesondere die Maskentragpflicht. Auch die grundsätzliche Homeoffice-Pflicht gilt weiterhin.

Konsumation
Bei Veranstaltungen mit Publikum ist jegliche Konsumation untersagt. Konsumation nach dem Gottesdienst wird nicht empfohlen und ist höchstes im Aussenbereich unter folgenden Bedingungen möglich: Es dürfen max. 15 Personen teilnehmen. Es gilt eine Sitzpflicht, und es dürfen maximal vier Personen zusammensitzen (Ausnahme: Eltern mit ihren Kindern). Alle Teilnehmenden müssen ihre Kontaktdaten angeben. Ausser während der Konsumation gilt die Maskentragpflicht. Zwischen den Tischen muss ein Abstand von 1,5 Metern eingehalten oder als Alternative eine Abschrankung angebracht werden. Die servierenden Personen tragen immer eine Maske.

Religionsunterricht
Auf allen Stufen der Volksschule sind freiwillige Unterrichtsangebote wie Freifächer und Kurse, Kurse in heimatlicher Sprache und Kultur (HSK), freiwilliger Religionsunterricht, freiwilliger Schulsport wieder klassenübergreifend und im Präsenzunterricht möglich. Ebenfalls auf allen Stufen der Volksschule wieder zulässig sind Musikunterricht und musikalische Aktivitäten, insbesondere darf auch wieder in klassenübergreifenden Gruppen gesungen und musiziert werden.» Demnach ist auch der kirchliche Religionsunterricht, der in schulischen Räumlichkeiten durchgeführt wird, wieder möglich.  

«Die aktuellen Quarantäneregeln verlangen, dass in Schulklassen ohne Maskentragpflicht bereits bei einem angesteckten Kind die ganze Klasse einschliesslich aller Lehrpersonen in Quarantäne geschickt wird. Um zu verhindern, dass zu viele Klassen in Quarantäne gehen müssen und um weiterhin einen möglichst uneingeschränkten Schulbetrieb zu ermöglichen, wird deshalb die Maskentragpflicht für Schülerinnen und Schüler ab der 4. Klasse bis zum 30. Mai 2021 verlängert.» Diese Regelung der Bildungsdirektion gilt auch für den Religionsunterricht in kirchlichen Räumlichkeiten bzw. für alle obligatorischen und freiwilligen Angebote des rpg.

Maskentragpflicht
In Kirchen, Kirchgemeinde- und Pfarrhäusern bzw. in jenen Räumlichkeiten darin, die öffentlich zugänglich sind, ist das Tragen von Schutzmasken weiterhin obligatorisch. Diese Vorschrift gilt auch in den Aussenbereichen kirchlicher Einrichtungen.

Zusätzlich zur Maskentragpflicht sind auch die Abstände zwischen Personen (1,5 m) einzuhalten bzw. es dürfen nicht mehr Teilnehmende zugelassen werden, als der Raum bei einem Platzbedarf von 2,25 m2 pro Person ermöglicht. Von der Abstandspflicht sind nur Personen ausgenommen, die im selben Haushalt zusammenleben. Dies hat aber keinen Einfluss auf das Gesamtkontingent.

Hinsichtlich Maskentragpflicht bei Vortragenden in Gottesdiensten lässt das BAG diesbezügliche Ausnahmen explizit zu: Vortragende in Predigt, Lesung, Musik (als Vorsingende auch Pfarrpersonen) sind von der Maskentragpflicht ausgenommen. Sie müssen die Maske aber bis unmittelbar vor dem Einsatz tragen und auch unmittelbar danach wieder aufsetzen.

Weiter ist in Kirchgemeinden die Frage aufgekommen, wie mit Personen umgegangen werden soll, die einen Dispens von der Maskentragpflicht haben bzw. ein entsprechendes Attest vorweisen können. Der Kirchenrat empfiehlt, das Dilemma zwischen Diskriminierung der Betroffenen und Schutz der anderen nicht einseitig in Richtung einer generellen Erlaubnis oder eines generellen Verbots aufgelöst werden sollte. Vielmehr dürfte es sinnvoll sein, im Einzelfall zu prüfen, was den jeweiligen Verhältnissen angemessen ist (siehe dazu auch das Merkblatt des BAG bei den Pandemie-Downloads). Das kann bei einer Kleingruppe von fünf Personen das Einverständnis der anderen Teilnehmenden sein oder die Auflage, dass diese nicht zur Risikogruppe gehören dürfen. Bei Gottesdiensten könnten Personen ohne Maske separat gesetzt werden (z.B. auf die Empore).

Die Maskenpflicht gilt auch am Arbeitsplatz, es sei denn, der Abstand zwischen den Arbeitsplätzen kann eingehalten werden (z.B. Einzelbüros).

Kontaktdaten
Zu den obligatorischen Kontaktdaten gehören Name, Vorname, Telefonnummer und Postleitzahl. Je nach Art der Veranstaltung kommen auch Ort des Sitzplatzes oder Anwesenheitszeit in Frage. Die Kontaktdaten müssen während 14 Tagen aufbewahrt werden. Bei Familien oder anderen Teilnehmer- oder Besuchergruppen, die nachweislich untereinander bekannt sind, genügt die Erfassung der Kontaktdaten von nur einer Person.

Homeoffice
«Die Arbeitgeber sind verpflichtet, Home-Office überall dort anzuordnen, wo dies aufgrund der Art der Aktivität möglich und mit verhältnismässigem Aufwand umsetzbar ist.» Bis anhin war Homeoffice lediglich eine Empfehlung. Nun wird das Homeoffice zur Pflicht. Das Ziel der Massnahme ist, die Zahl der Kontakte zu reduzieren, nicht nur am Arbeitsplatz selber, sondern auch im unmittelbaren Umfeld und auf dem Arbeitsweg. Die Kirchenpflegen sind daher aufgefordert, für ihre Mitarbeitenden Homeoffice anzuordnen, sofern Aufgaben und Tätigkeiten dies zulassen.

«Wo Home-Office nicht oder nur zum Teil möglich ist, sind weitere Massnahmen am Arbeitsplatz nötig. Neu soll zum Schutz von Arbeitnehmenden in Innenräumen überall dort eine Maskenpflicht gelten, wo sich mehr als eine Person in einem Raum aufhält. Ein grosser Abstand zwischen Arbeitsplätzen im gleichen Raum genügt angesichts der hohen Infektionsgefahr nicht mehr.»

Kirchgemeindeversammlungen
Kirchgemeindeversammlungen sind von der 50-Personen-Begrenzung ausgenommen. Der Kirchenrat empfiehlt jedoch, Versammlungen auf die dringlichen Traktanden zu beschränken, um sie zeitlich kurz halten zu können.

Behördensitzungen
Die Bestimmung, wonach sich Exekutiven und Legislativen ohne Zahlenbegrenzung treffen dürfen, gilt ebenfalls weiterhin. Zu beachten ist aber – den neu geltenden Bestimmungen für Homeoffice entsprechend –, dass unabhängig vom Einhalten der Abstände in jedem Fall Masken getragen werden müssen.

Risikogruppen
Gemäss Bundesamt für Gesundheit BAG ist ein «besonderer Schutz von Personen ab 65 Jahren oder mit bestimmten Grunderkrankungen am Arbeitsplatz über die grundlegenden Schutzmassnahmen hinaus nicht mehr notwendig. Es gilt die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers.»

Seelsorge
Die Seelsorge in Spitälern und Heimen erfolgt im Rahmen der Regelungen der betreffenden Institution. Die Gemeindepfarrerinnen und -pfarrer sind aufgefordert, mit den von ihnen betreuten Institutionen Kontakt aufzunehmen und die Möglichkeiten zu klären. Von der Gesundheitsdirektion des  Kantons Zürich u.a. liegt ein entsprechendes Merkblatt vor.

Alternativangebote in Kirchgemeinden
Die zu Beginn der Pandemie zur Verfügung gestellte Ideenliste für alternative Gemeindeangebote ist mittlerweile in ein stehendes bzw. weiter auszubauendes Angebot überführt worden ist. Etliche der originellen und erfolgreichen Projekte verdienen auch in Zukunft Nachahmung: https://www.zhref.ch/einfallsreiches

Urheberrecht: Die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz EKS hat die mit der Suisa getroffene Vereinbarung so lange verlängert, wie es coronabedingte Einschränkungen des Gemeindelebens gibt. Die Gemeinden dürfen also Gottesdienste und ähnliche Formate im Internet übertragen und dabei Musik uneingeschränkt nutzen.Bis Ende 2021 verlängert wurde die Vereinbarung mit der VG Musikedition, die es den Kirchgemeinden erlaubt, im Rahmen von Live-Streams von Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen gottesdienstlicher Art (bzw. Formaten, die diese ersetzen) Liederblätter mit Noten und Texten einzublenden. Diese Regelung umfasst Einblendungen im Zusammenhang mit der zeitgleichen und zeitversetzten Übertragung. Die Liederblätter und Noten dürfen jedoch nicht zum Download angeboten werden, da die VG Musikedition nicht über diese Rechte verfügt.

Zu beachten ist allerdings, dass für die Nutzung geschützter literarischer Texte (Gedichte, Gebete etc.) und Bilder die Rechte jeweils separat eingeholt werden müssen. Hier gibt es leider keine Möglichkeit, einen Gesamtvertrag abzuschliessen.

Hilfe national und international
Die EKS hat ihre Zusammenstellung von Hilfsangeboten aktualisiert (https://www.evref.ch/themen/coronavirus/psychische-unterstuetzung-in-der-corona-krise/). Auch die ökumenische Hilfs-Kampagne der Zürcher Kirchen, «Wenn beten alleine nicht reicht», läuft nach wie vor.

Die Pandemie offenbart in aller Deutlichkeit die oft prekären Lebensumstände von Millionen Menschen weltweit. Das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz HEKS hat deshalb bereits 2020 zahlreiche seiner Projekte im In- und Ausland den spezifischen Erfordernissen dieser Krise angepasst. Mit der nationalen Kampagne «Zusammenhalten beim Abstand halten» ruft HEKS die Schweizer Bevölkerung nun ein weiteres Mal zur Solidarität mit jenen Menschen auf, die von den Folgen des Virus besonders hart getroffen werden. Weitere Infos: https://www.heks.ch/corona-pandemie

Die Detailbestimmungen zu den vorstehenden und weiteren Themen finden sich in den angepassten Weisungen und Empfehlungen des Kirchenrates vom bei den Downloads für Kirchgemeinden: https://www.zhref.ch/themen/corona/corona-downloads-kirchgemeinden

:: Downloads für Kirchgemeinden

:: Website des Bundes mit Weisungen

:: Website des Kantons Zürich mit Weisungen

:: Gebete