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Aktuelle Informationen zur Pandemie

Stand 24. Februar

Der Bundesrat hat am 24. Februar eine Lockerung der Pandemie-Massnahmen auf den 1. März beschlossen. Ob der nächste Öffnungs-Schritt auf den 22. März erfolgen kann, will der Bundesrat am 19. März aufgrund der dann bestehenden Situation entscheiden. Von der Hauptänderung auf kommende Woche – der Öffnung der Ladengeschäfte – sind Landeskirche und Kirchgemeinden nur wenig betroffen: Das generelle Veranstaltungsverbot gilt mit Ausnahmen (für Gottesdienste und Gemeindeversammlungen) weiterhin. Für die Kirchen wichtig ist aber die Öffnung bei den Jungen: Für bis 20-Jährige ist das Meiste wieder erlaubt bzw. praktisch alles, sofern sie unter sich bleiben.

Religionsunterricht
Für den Kirchenrat ist damit auch der Zeitpunkt gekommen, die obligatorischen und freiwilligen Angebote des rpg ab März wieder zuzulassen (mit Ausnahme von Angeboten wie z.B. das Eltern-Kind-Singen, wo Erwachsene beteiligt sind und gesungen wird). «Ausserschulischer kirchlicher oder religiöser Unterricht» wird von der bundesrätlichen Verordnung sogar explizit erwähnt. Die Wiederaufnahme des Unterrichts hat selbstverständlich unter Einhaltung der Maskentragpflicht zu erfolgen (bei Kindern/Jugendlichen ab der 4. Klasse). Das «Schutzkonzept kirchlicher Unterricht» entsprechend angepasst. 

Zurzeit ist allerdings noch offen, wie es mit der bis 28. Februar geltenden Verordnung der Zürcher Bildungsdirektion bzw. des Volksschulamtes weitergeht. Gemäss dieser Verordnung sind klassenübergreifende und freiwillige Unterrichtsangebote verboten. Dazu gehören auch «von Dritten in den Schulen durchgeführte Angebote (z.B. Kurse in heimatlicher Sprache und Kultur, freiwilliger Religionsunterricht).» Zudem ist «auf schulische Anlässe und Ausflüge mit Übernachtung zu verzichten». Jene Kirchgemeinden, die ihren Religionsunterricht in schulischen Räumen durchführen, müssen demnach noch auf den Entscheid warten, ob auch diese Verordnung gelockert wird, oder räumlich anderweitig disponieren. Solange die Verordnung in Kraft bleibt, empfiehlt Ihnen der Kirchenrat zudem, auf die Durchführung von Lagern bzw. Ausflügen mit Übernachtung zu verzichten, auch wenn sie aufgrund der gesetzlichen Vorgaben des Bundes im Prinzip möglich sind.

Ansammlungen im Freien
Ab 1. März sind im Freien spontane Ansammlungen und private Treffen mit bis zu 15 Personen möglich (für Innenräume gilt nach wie vor die Obergrenze von fünf Personen). Da kirchliche Veranstaltungen weder spontan noch privat sind, sind sie von der Verordnung explizit ausgenommen, also nicht möglich.

Selbsthilfegruppen bis zehn Personen
Neu sind ab 1. März Treffen etablierter Selbsthilfegruppen in den Bereichen der Suchtbekämpfung und der psychischen Gesundheit erlaubt, und zwar bis zu 10 Personen.

Maskentragpflicht
Wie Rückfragen regelmässig zeigen, besteht nach wie vor Unsicherheit hinsichtlich der Maskentragpflicht bei Vortragenden in Gottesdiensten. Das Bundesamt für Gesundheit BAG lässt diesbezügliche Ausnahmen explizit zu: Vortragende in Predigt, Lesung, Musik (als Vorsingende auch Pfarrpersonen) sind von der Maskentragpflicht ausgenommen. Sie müssen die Maske aber bis unmittelbar vor dem Einsatz tragen und auch unmittelbar danach wieder aufsetzen.

Weiter ist in Kirchgemeinden die Frage aufgekommen, wie mit Personen umgegangen werden soll, die einen Dispens von der Maskentragpflicht haben bzw. ein entsprechendes Attest vorweisen können. Das Thema wird evtl. auch in die nächste Version des Schutzkonzeptes für Gottesdienste der EKS aufgenommen. Einstweilen empfiehlt der Kirchenrat, dass das Dilemma zwischen Diskriminierung der Betroffenen und Schutz der anderen nicht einseitig in Richtung einer generellen Erlaubnis oder eines generellen Verbots aufgelöst werden sollte. Vielmehr dürfte es sinnvoll sein, im Einzelfall zu prüfen, was den jeweiligen Verhältnissen angemessen ist (siehe dazu auch das Merkblatt des BAG bei den Pandemie-Downloads). Das kann bei einer Kleingruppe von fünf Personen das Einverständnis der anderen Teilnehmenden sein oder die Auflage, dass diese nicht zur Risikogruppe gehören dürfen. Bei Gottesdiensten könnten Personen ohne Maske separat gesetzt werden (z.B. auf die Empore).

Kampagne #IchHöreDirZu
Die EKS hat am Aschermittwoch mit der Kampagne #IchHöreDirZu eine Aktion lanciert, die bis Ostern dauert: Alle Menschen sind eingeladen, ein kurzes Handy-Video von 30–40 Sekunden aufzunehmen und darin mit einem biblischen Bezug die Frage zu beantworten, was mir Hoffnung gibt. Weitere Infos: www.evref.ch.

Hilfe national und international
Gerne weisen wir an dieser Stelle darauf hin, dass die EKS auch ihre Zusammenstellung von Hilfsangeboten aktualisiert hat (https://www.evref.ch/themen/coronavirus/psychische-unterstuetzung-in-der-corona-krise/) und dass auch die ökumenische Hilfs-Kampagne der Zürcher Kirchen, «Wenn beten alleine nicht reicht», nach wie vor läuft und derzeit in den Sozialen Medien auch wieder stärker beworben wird. Wir danken Ihnen, wenn Sie diese Informationen bei Ihnen weiterverbreiten.

Die Pandemie offenbart in aller Deutlichkeit die oft prekären Lebensumstände von Millionen Menschen weltweit. Das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz HEKS hat deshalb bereits 2020 zahlreiche seiner Projekte im In- und Ausland den spezifischen Erfordernissen dieser Krise angepasst. Mit der nationalen Kampagne «Zusammenhalten beim Abstand halten» ruft HEKS die Schweizer Bevölkerung nun ein weiteres Mal zur Solidarität mit jenen Menschen auf, die von den Folgen des Virus besonders hart getroffen werden. Weitere Infos: https://www.heks.ch/corona-pandemie

Homeoffice
«Die Arbeitgeber sind verpflichtet, Home-Office überall dort anzuordnen, wo dies aufgrund der Art der Aktivität möglich und mit verhältnismässigem Aufwand umsetzbar ist.» Bis anhin war Homeoffice lediglich eine Empfehlung. Nun wird das Homeoffice zur Pflicht. Das Ziel der Massnahme ist, die Zahl der Kontakte zu reduzieren, nicht nur am Arbeitsplatz selber, sondern auch im unmittelbaren Umfeld und auf dem Arbeitsweg. Die Kirchenpflegen sind daher aufgefordert, für ihre Mitarbeitenden Homeoffice anzuordnen, sofern Aufgaben und Tätigkeiten dies zulassen.

«Wo Home-Office nicht oder nur zum Teil möglich ist, sind weitere Massnahmen am Arbeitsplatz nötig. Neu soll zum Schutz von Arbeitnehmenden in Innenräumen überall dort eine Maskenpflicht gelten, wo sich mehr als eine Person in einem Raum aufhält. Ein grosser Abstand zwischen Arbeitsplätzen im gleichen Raum genügt angesichts der hohen Infektionsgefahr nicht mehr.»

Gottesdienste
Der Artikel der bundesrätlichen Verordnung, der «religiöse Veranstaltungen mit bis zu 50 Personen» zulässt, wurde nicht gestrichen. Somit sind Gottesdienste unter Einhaltung der Schutzmassnahmen weiterhin möglich. Das Ziel der Homeoffice-Massnahme, die Zahl der Kontakte zu reduzieren, gilt aber auch hier, nicht nur im Gottesdienst selber, sondern auch davor und danach bzw. auf dem Hin- und dem Rückweg.

Die Kirchgemeinden sind deshalb aufgefordert, sorgfältig zu prüfen, ob und wie die Durchführung eines Gottesdienstes aufgrund der lokalen Umsetzungsmöglichkeiten der Schutzmassnahmen zu verantworten ist – gerade in Anbetracht der generell verschärften Massnahmen. In Erwägung zu ziehen ist auch, Gottesdienste nur noch einmal und nicht wie in der Weihnachtszeit mehrfach durchzuführen und auf Online-Angebote auszuweichen.

Der Begriff «religiöse Veranstaltung» ist eng auszulegen. Durchgeführt werden darf nur ein Gottesdienst, wie er in der Kirchenordnung beschrieben wird (Art. 31 ff). Eine anderweitige kirchliche Veranstaltung durch Hinzufügen von feierlichen Elementen (Gebete, Kerzen) als «religiöse Veranstaltung» zu deklarieren, ist unzulässig.

Behördensitzungen
Die Bestimmung, wonach sich Exekutiven und Legislativen ohne Zahlenbegrenzung treffen dürfen, gilt ebenfalls weiterhin. Zu beachten ist aber – den neu geltenden Bestimmungen für Homeoffice entsprechend –, dass unabhängig vom Einhalten der Abstände in jedem Fall Masken getragen werden müssen.

Kirchliche Angebote ohne Veranstaltungscharakter
Die bundesrätlichen Massnahmen erlauben im Kulturbereich «Aktivitäten in Gruppen bis zu 5 Personen ab 16 Jahren, wenn eine Gesichtsmaske getragen und der erforderliche Abstand eingehalten wird». Für die Kirchgemeinden bedeutet dies, dass Angebote in Kleingruppen (bspw. Gesprächskreise) im Rahmen dieser Bestimmung weiterhin möglich sind.

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Frühere Informationen, die nur noch eingeschränkt gültig sind

In Kirchen, Kirchgemeinde- und Pfarrhäusern bzw. in jenen Räumlichkeiten darin, die öffentlich zugänglich sind, ist das Tragen von Schutzmasken weiterhin obligatorisch. Neu gilt diese Vorschrift auch in den Aussenbereichen kirchlicher Einrichtungen.

Zusätzlich zur Maskentragpflicht sind auch die Abstände zwischen Personen (1,5 m) einzuhalten bzw. es dürfen nicht mehr Teilnehmende zugelassen werden, als der Raum bei einem Platzbedarf von 2,25 m2 pro Person ermöglicht. Von der Abstandspflicht sind nur Personen ausgenommen, die im selben Haushalt zusammenleben. Dies hat aber keinen Einfluss auf das Gesamtkontingent.

Das Erfassen der Kontaktdaten ist als zusätzliche Massnahme möglich, befreit aber nicht vom Einhalten des Abstandes.

Das Abendmahl kann unter Berücksichtigung der am 2. September kommunizierten Rahmenbedingungen weiterhin gefeiert werden. Möglich sind sowohl das wandelnde Abendmahl wie auch die Austeilung am Platz. In jedem Fall hat die Einnahme aber am Sitzplatz zu erfolgen.

Der Gemeinde- oder Chorgesang im Gottesdienst ist nicht zulässig. Möglich sind aber Auftritte von professionellen Solistinnen und Solisten, sofern sie genügend Abstand zum Publikum halten (mind. 3-4 m). Vortragende in Aktion (Predigt, Lesung, Musik) sind von der Maskentragpflicht ausgenommen. Sie müssen die Maske aber bis unmittelbar vor dem Einsatz tragen und auch unmittelbar danach wieder aufsetzen.

Laien-Chöre dürfen weder proben noch auftreten.

Die Maskenpflicht gilt neu auch am Arbeitsplatz, es sei denn, der Abstand zwischen den Arbeitsplätzen kann eingehalten werden (z.B. Einzelbüros).

Kirchgemeindeversammlungen sind von der 50-Personen-Begrenzung ausgenommen. Der Kirchenrat empfiehlt Ihnen jedoch, Versammlungen auf die dringlichen Traktanden zu beschränken (z.B. Budget 2021), um sie zeitlich kurz halten zu können.

«Der Bundesrat hat die ‹Covid-19-Verordnung besondere Lage› mit einem Absatz zum Homeoffice ergänzt. Arbeitgebende sind verpflichtet, die Homeoffice-Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit zu beachten.»
Der Kirchenrat wird die Situation hinsichtlich Homeoffice in den Kirchgemeinden und den Gesamtkirchlichen Dienste beraten, dabei auch die in den GKD durchgeführte Umfrage berücksichtigen und zu gegebener Zeit mit entsprechenden Empfehlungen auf die Kirchgemeinden zugehen.

Zu den obligatorischen Kontaktdaten gehören Name, Vorname, Telefonnummer und Postleitzahl. Je nach Art der Veranstaltung kommen auch Ort des Sitzplatzes oder Anwesenheitszeit in Frage. Die Kontaktdaten müssen während 14 Tagen aufbewahrt werden. Bei Familien oder anderen Teilnehmer- oder Besuchergruppen, die nachweislich untereinander bekannt sind, genügt die Erfassung der Kontaktdaten von nur einer Person.

Das Feiern des Abendmahles ist seit dem Eidg. Dank-, Buss- und Bettag vom 20. September wieder möglich. Das Pfarramt kann aber nach Absprache mit der Kirchenpflege auf die Durchführung verzichten. Folgende Regelungen sind zu beachten:

- Das Pfarramt entscheidet in Absprache mit der Kirchenpflege über die Form des Abendmahls.
- Auf Gemeinschaftskelche ist generell zu verzichten.
- Das Abendmahlsbrot ist vorbereitet und zugeschnitten. Bei der Vorbereitung und beim Zuschneiden des Brotes sind Handschuhe und Gesichtsmasken zu tragen; das Personal in den Kirchgemeinden ist entsprechend zu instruieren. Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Helferinnen und Helfer (oder Liturginnen und Liturgen) desinfizieren vor der Austeilung gegenüber der versammelten Gemeinde sichtbar ihre Hände. Bei Bedarf können Handschuhe verwendet werden. Dem gottesdienstlich-liturgischen Rahmen wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt.
- Die Schale mit dem Abendmahlsbrot kann seitlich (abseits der Sprechrichtung) aufgestellt werden, das Brot mit einer kleinen Brotzange in die Hände gereicht werden. In kleineren Gemeinschaften können Abendmahlsbrot und Einzelkelche in Einzelportionen auf dem Gabentisch bereitgestellt werden.
- Wo es die räumlichen Verhältnisse zulassen, ist eine Austeilung mit entsprechendem Abstand zu erwägen. Beim wandelnden Abendmahl ist auf die Abstandsregeln aufmerksam zu machen.
- Spendeworte werden nur mit Schutzmaske gesprochen.
- Die liturgische Einbettung des Abendmahls im Gottesdienst ist so zu gestalten, dass Gemeindeglieder, die nicht daran teilnehmen wollen, sich nicht herabgesetzt fühlen.
- Die Kirchgemeinde ist – bspw. via Website – über die Form des Abendmahls im Voraus zu informieren.
Diese Regelungen sind mit den Dekaninnen und Dekanen abgesprochen. Es sollen damit am Bettag und am Reformationssonntag vorerst Erfahrungen gesammelt werden.

Gemäss Bundesamt für Gesundheit BAG ist ein «besonderer Schutz von Personen ab 65 Jahren oder mit bestimmten Grunderkrankungen am Arbeitsplatz über die grundlegenden Schutzmassnahmen hinaus nicht mehr notwendig. Es gilt die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers.»

Die Seelsorge in Spitälern und Heimen erfolgt im Rahmen der Regelungen der betreffenden Institution. Die Gemeindepfarrerinnen und -pfarrer sind aufgefordert, mit den von ihnen betreuten Institutionen Kontakt aufzunehmen und die Möglichkeiten zu klären. Von der Gesundheitsdirektion des  Kantons Zürich u.a. liegt ein entsprechendes Merkblatt vor.

Die zu Beginn der Pandemie zur Verfügung gestellte Ideenliste für alternative Gemeindeangebote ist mittlerweile in ein stehendes bzw. weiter auszubauendes Angebot überführt worden ist. Etliche der originellen und erfolgreichen Projekte verdienen auch in Zukunft Nachahmung: https://www.zhref.ch/einfallsreiches

Urheberrecht: Die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz EKS hat die mit der Suisa getroffene Vereinbarung so lange verlängert, wie es coronabedingte Einschränkungen des Gemeindelebens gibt. Die Gemeinden dürfen also Gottesdienste und ähnliche Formate im Internet übertragen und dabei Musik uneingeschränkt nutzen.

Bis Ende 2021 verlängert wurde die Vereinbarung mit der VG Musikedition, die es den Kirchgemeinden erlaubt, im Rahmen von Live-Streams von Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen gottesdienstlicher Art (bzw. Formaten, die diese ersetzen) Liederblätter mit Noten und Texten einzublenden. Diese Regelung umfasst Einblendungen im Zusammenhang mit der zeitgleichen und zeitversetzten Übertragung. Die Liederblätter und Noten dürfen jedoch nicht zum Download angeboten werden, da die VG Musikedition nicht über diese Rechte verfügt.

Zu beachten ist allerdings, dass für die Nutzung geschützter literarischer Texte (Gedichte, Gebete etc.) und Bilder die Rechte jeweils separat eingeholt werden müssen. Hier gibt es leider keine Möglichkeit, einen Gesamtvertrag abzuschliessen.

Die Detailbestimmungen zu den vorstehenden und weiteren Themen finden sich in den angepassten Weisungen und Empfehlungen des Kirchenrates vom bei den Downloads für Kirchgemeinden: https://www.zhref.ch/themen/corona/corona-downloads-kirchgemeinden

:: Downloads für Kirchgemeinden

:: Website des Bundes mit Weisungen

:: Website des Kantons Zürich mit Weisungen

:: Gebete