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Weitere Lockerungen

Aktuelle Informationen zur Pandemie Covid-19 - Stand 24. Juni

Der Bundesrat hat am 24. Juni erneut über die Corona-Situation in der Schweiz informiert und sich dabei in erster Linie auf das «Contact Tracing» konzentriert. Die wesentlichen Lockerungen der Schutzbestimmungen ab 22. Juni hatte er bereits am 20. Juni beschlossen und kommuniziert.  

Der Kirchenrat hat seine Weisungen und Empfehlungen der neuen Situation angepasst:

Für Gottesdienste und Kasualien (und andere Veranstaltungen) gilt nach wie vor grundsätzlich das Schutzkonzept der EKS, das ebenfalls angepasst wurde (Stand 22. Juni). Im Wesentlichen gilt: Der Abstand zwischen zwei Personen bzw. Paaren/Familien beträgt 1,5 Meter. Der Abstand kann unterschritten werden, wenn andere Schutzmassnahmen zur Anwendung kommen (Schutzmasken, Trennwände). Weiterhin gilt, dass bei Nichteinhaltung der Schutzmassnahmen die Kontaktdaten der Teilnehmenden erfasst werden müssen.

Der Kirchenrat empfiehlt weiterhin, Abendmahl frühestens am Eidg. Dank-, Buss- und Bettag vom 20. September zu feiern.

Beim Singen im Gottesdienst empfehlen die EKS wie auch der Kirchenrat weiterhin Zurückhaltung. Nach wie vor liegen unterschiedliche Fragen zur Einschätzung vor, wie stark das Singen zur Verbreitung von Viren beiträgt.

Konsumationen in kirchlichen Liegenschaften oder in Zusammenhang mit kirchlichen Veranstaltungen sind möglich, sofern die Schutzmassnahmen eingehalten werden (1,5 Meter zwischen den Tischen oder Installation von Trennwänden). Die Kontaktdaten der Teilnehmenden müssen nur erfasst werden, wenn die Einhaltung der Schutzmassnahmen nicht gewährleistet ist.

Veranstaltungen und Versammlungen mit bis zu 1’000 Personen sind wieder erlaubt. Es muss aber durch geeignete Massnahmen (z.B. Einteilung in Sektoren) sichergestellt werden, dass bei der Nachverfolgung von Kontakten nicht mehr als 300 Personen kontaktiert werden müssen.

Zu den obligatorischen Kontaktdaten gehören Name, Vorname, Telefonnummer und Postleitzahl. Je nach Art der Veranstaltung kommen auch Ort des Sitzplatzes oder Anwesenheitszeit in Frage. Die Kontaktdaten müssen während 14 Tagen aufbewahrt werden. Bei Familien oder anderen Teilnehmer- oder Besuchergruppen, die nachweislich untereinander bekannt sind, genügt die Erfassung der Kontaktdaten von nur einer Person.

Die Teilnehmenden müssen darüber informiert werden, wenn bei einer Veranstaltung die Abstandsregeln bzw. anderen Schutzmassnahmen nicht eingehalten werden (und daher die Kontaktdaten erfasst werden). Sie (und auch die Veranstaltenden) sollen sich dadurch des Risikos bewusst sein, dass bei Auftreten eines positiven Falls, also einer Ansteckung durch das Corona-Virus, alle Kontaktpersonen in Quarantäne müssen. Kann der Kreis der Kontaktpersonen nicht eingeschränkt werden, kann dies u.U. alle Teilnehmenden einer Veranstaltung (bzw. max. 300 Personen) betreffen. 

Gemäss Bundesamt für Gesundheit BAG ist ein «besonderer Schutz von Personen ab 65 Jahren oder mit bestimmten Grunderkrankungen am Arbeitsplatz über die grundlegenden Schutzmassnahmen hinaus nicht mehr notwendig. Es gilt die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers.»

Religionspädagogischer Unterricht findet wieder statt. Verbindliche religionspädagogische Module, die zwischen 17. März und 7. Juni stattgefunden hätten, gelten als besucht und müssen nicht nachgeholt werden. Das Schutzkonzept RPG wurde entsprechend angepasst. Neu steht Ihnen auch eine Vorlage für Anlässe von Kirchgemeinden mit Kindern und Jugendlichen zur Verfügung, die Sie für Ihre Situation vor Ort adaptieren können.

Reisen, Exkursionen und Lager können seit dieser Woche unter Einhaltung der Schutzvorschriften wieder durchgeführt werden. Es liegen dafür nun eine Vorlage für ein Schutzkonzept sowie eine Checkliste vor, die auf den Schutzkonzepten der Jugendverbände basieren, welche die vom BAG vorgegebenen und vom Bundesamt für Sport (BASPO) plausibilisierten Richtlinien einhalten.

Die Hauptverantwortung für Lager liegt grundsätzlich bei der Kirchenpflege der jeweiligen Kirchgemeinde, die wiederum eine Person als Lagerverantwortliche definieren muss. Das Schutzkonzept des einzelnen Lagers, das auf den beiden vorliegenden Dokumenten basiert, kann auf Wunsch noch mit der kantonalzürcherischen Coronavirus-Hotline Telefon 0800 044 117 abgeglichen werden. Wenn ein Lagerhaus über ein eigenes Schutzkonzept verfügt und Zweifel anmeldet, ob diese Schutzbestimmungen mit einem Lager eingehalten werden können, kann die Lagerleitung schriftlich die Verantwortung zur Einhaltung der Schutzmassnahmen übernehmen und so die Hausverantwortlichen entlasten.

Die Abklärungen für allfällige parallele Konzepte im Blick auf Senioren-Reisen und -Ferien sind noch im Gange.

Zahlreiche Kirchgemeinden haben in den vergangenen Wochen Erfahrungen mit Online-Gottesdiensten gesammelt. Von der Landeskirche steht dafür neu die Handreichung «Gottesdienste und Musik digital» zur Verfügung, die Tipps und Hinweise gibt. - Aufgrund des Versammlungsverbots experimentieren viele Pfarrerinnen und Pfarrer mit Online-Predigten. Aber wie macht man das wirklich gut, so dass die Menschen auch erreicht werden? Aus- und Weiterbildung (A+W) bietet dazu einen Online-Kurs mit Pfarrer und Kommunikationsberater Martin Peier an. Er vermittelt Grundlagen, gibt Gelegenheit zum Üben an ausgewählten Formaten, und man bekommt professionelles Feedback: Verkündigung online - mit einem Klick nah oder nirgends. Training – Coaching - Performance. Die laufenden Module sind bereits ausgebucht. Ein neuer Zyklus beginnt voraussichtlich im Juli (siehe auch Handreichung "Gottesdienste und Musik online" bei den "Pandemie-Downloads für Kirchgemeinden").

Geplante bzw. nicht abgesagte Konfirmationsfeiern können ab 6. Juni unter Einhaltung der Bestimmungen und Schutzmassnahmen für Gottesdienste durchgeführt werden. Bereits auf später verschobene Konfirmationen können belassen und müssen nicht neu terminiert werden.

Seelsorge mit physischer Anwesenheit ist in kirchlichen Amtsräumen oder auf Wunsch auch besuchsweise unter Einhaltung der Schutzmassnahmen zulässig. Die Seelsorge in Spitälern und Heimen erfolgt im Rahmen der Regelungen der betreffenden Institution. Die Gemeindepfarrerinnen und -pfarrer sind aufgefordert, mit den von ihnen betreuten Institutionen Kontakt aufzunehmen und die Möglichkeiten zu klären. Von der Gesundheitsdirektion des  Kantons Zürich u.a. liegt ein entsprechendes Merkblatt vor.

Chorproben sind unter Anpassung der Settings und Einhaltung der Schutzmassnahmen wieder möglich. Der Kirchenrat hat dazu ein «Schutzkonzept Chorproben und Gottesdienstsingen» erstellt. Die darin aufgelisteten Massnahmen sind verbindlich.

Die zu Beginn der Pandemie zur Verfügung gestellte Ideenliste für alternative Gemeindeangebote ist mittlerweile in ein stehendes bzw. weiter auszubauendes Angebot überführt worden ist. Etliche der originellen und erfolgreichen Projekte verdienen auch in Zukunft Nachahmung: https://www.zhref.ch/antworten

Urheberrecht: Die EKS hat mit der VG Musikedition eine Vereinbarung treffen können, die es den Kirchgemeinden erlaubt, im Rahmen von Live-Streams von Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen gottesdienstlicher Art (bzw. Formate, die diese ersetzen) Liederblätter mit Noten und Texten einzublenden. Diese Regelung umfasst Einblendungen im Zusammenhang mit der zeitgleichen und zeitversetzten (max. 72 Stunden) Übertragung. Die Regelung ist zunächst befristet bis zum 15. September. Liederblätter zum Download anzubieten ist leider nicht möglich – die VG Musikedition verfügt nicht über diese Rechte.

Die EKS hat ihren Kollektivvertrag mit der Suisa erweitert: Die Verbreitung von Gottesdiensten und gottesdienstähnlicher Gemeindeanlässe via Internet, Streaming etc. inklusive der darin enthalten Musikaufführungen ist neu durch den Vertrag abgedeckt – sofern die Anlässe nicht kostenpflichtig sind und kein Eintritt erhoben wird.

Sie finden die Detailbestimmungen zu den vorstehenden und weiteren Themen in den angepassten Weisungen und Empfehlungen des Kirchenrates vom 24. Juni bei den Downloads für Kirchgemeinden: https://www.zhref.ch/themen/corona/corona-downloads-kirchgemeinden

Solidarität mit Menschen im Süden
Covid-19 bestimmt zurzeit den Alltag in unserem Land. Wie besorgniserregende Berichte zeigen, sind die Auswirkungen der Pandemie in Ländern des Südens jedoch viel verheerender als hierzulande. Damit deren Stimmen auch bei uns gehört und wahrgenommen werden, hat Brot für alle den Blog «Blick über den Gartenzaun» lanciert (https://brotfueralle.ch/blog). Wir laden Sie ein, diesen Blog weiterzuverbreiten.

Aus derselben Besorgnis heraus hat auch Mission 21 in den Sozialen Medien eine Solidaritätsaktion gestartet: Menschen sollen anderen Menschen mit Fotos, Videoclips, Texten usw. Mut machen und dies unter dem Hashtag ZeichenDerHoffnung verbreiten. Vorschläge und eine Anleitung finden sich hier: https://www.mission-21.org/informieren/news/detail/ein-zeichen-der-hoffnung-setzen

Unter dem Versammlungsverbot leiden insbesondere auch die Sammelkampagnen der Werke, so etwa die ökumenische Kampagne "Sehen & Handeln" von Brot für alle/Fastenopfer zum Thema Saatgut. Die Erträge aus dem traditionellen Rosenverkauf, den Suppentagen und Kuchenverkäufen entfallen und fehlen letztlich den Menschen, für die sie vorgesehen waren. Hinweise, wie die Kampagne online aufgenommen werden kann, finden sich auf der Website von Bfa: www.brotfueralle.ch. Der Kirchenrat bittet die Kirchgemeinden, deren Mitglieder zu einer separaten Spende aufzufordern und ggf. auch selber einen Beitrag aus ihren freien Reserven zu beschliessen und zu überweisen:
Postkonto 40-984-9 / IBAN CH95 0900 0000 4000 0984 9, Brot für alle, Bürenstrasse 12, 3007 Bern

Der Pandemie-Stab der Landeskirche und die Gesamtkirchlichen Dienste haben zu weiteren Bereichen Hilfestellungen und Materialien zusammengestellt. Sie finden sie hier.

:: Downloads für Kirchgemeinden

:: Website des Bundes mit Weisungen

:: Website des Kantons Zürich mit Weisungen

:: Gebete