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Aktuelle Informationen zur Pandemie

Stand 2. September

Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat am 24. August weitere Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie Covid-19 beschlossen, die vorderhand bis Ende September gelten und z.T. auch die Landeskirche und die Kirchgemeinden betreffen:

«Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen dürfen nur durchgeführt werden, wenn ein Schutzkonzept vorliegt oder der erforderliche Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann oder Gesichtsmasken getragen werden.» – Für Gottesdienste und Kasualien (und andere Veranstaltungen) gilt nach wie vor grundsätzlich das Schutzkonzept der EKS. Im Wesentlichen ist zu beachten: Der Abstand zwischen zwei Personen bzw. Paaren/Familien beträgt 1,5 Meter. Der Abstand kann unterschritten werden, wenn Schutzmasken getragen oder die Kontaktdaten erhoben werden. Letzteres, also die Beschränkung auf das Erfassen der Kontaktdaten, ist seit 27. August nur noch bis 100 Personen erlaubt (es wird aber ohnehin nicht empfohlen, weil damit das Risiko verbunden ist, dass alle Teilnehmenden einer Veranstaltung unter Quarantäne gesetzt werden könnten). Ab 100 Personen müssen demnach zwingend die Abstände eingehalten oder Masken getragen werden. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um einen Gemeindegottesdienst, eine Konfirmationsfeier, eine Hochzeit oder eine anderweitige Veranstaltung handelt.

«Gastronomiebetriebe sind dazu verpflichtet, die Kontaktdaten ihrer Gäste aufzunehmen.» – Diese Vorschrift des Regierungsrates bedeutet für die Landeskirche und die Kirchgemeinden, dass das Erfassen der Kontaktdaten für Konsumationen im Rahmen von kirchlichen Veranstaltungen zwingend ist. Zu den obligatorischen Kontaktdaten gehören Name, Vorname, Telefonnummer und Postleitzahl. Je nach Art der Veranstaltung kommen auch Ort des Sitzplatzes oder Anwesenheitszeit in Frage. Die Kontaktdaten müssen während 14 Tagen aufbewahrt werden. Bei Familien oder anderen Teilnehmer- oder Besuchergruppen, die nachweislich untereinander bekannt sind, genügt die Erfassung der Kontaktdaten von nur einer Person.

Das Feiern des Abendmahles ist wie angekündigt ab dem Eidg. Dank-, Buss- und Bettag vom 20. September wieder möglich. Das Pfarramt kann aber nach Absprache mit der Kirchenpflege auf die Durchführung verzichten. Folgende Regelungen sind zu beachten:

- Das Pfarramt entscheidet in Absprache mit der Kirchenpflege über die Form des Abendmahls.
- Auf Gemeinschaftskelche ist generell zu verzichten.
- Das Abendmahlsbrot ist vorbereitet und zugeschnitten. Bei der Vorbereitung und beim Zuschneiden des Brotes sind Handschuhe und Gesichtsmasken zu tragen; das Personal in den Kirchgemeinden ist entsprechend zu instruieren. Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Helferinnen und Helfer (oder Liturginnen und Liturgen) desinfizieren vor der Austeilung gegenüber der versammelten Gemeinde sichtbar ihre Hände. Bei Bedarf können Handschuhe verwendet werden. Dem gottesdienstlich-liturgischen Rahmen wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt.
- Die Schale mit dem Abendmahlsbrot kann seitlich (abseits der Sprechrichtung) aufgestellt werden, das Brot mit einer kleinen Brotzange in die Hände gereicht werden. In kleineren Gemeinschaften können Abendmahlsbrot und Einzelkelche in Einzelportionen auf dem Gabentisch bereitgestellt werden.
- Wo es die räumlichen Verhältnisse zulassen, ist eine Austeilung mit entsprechendem Abstand zu erwägen. Beim wandelnden Abendmahl ist auf die Abstandsregeln aufmerksam zu machen.
- Spendeworte werden nur mit Schutzmaske gesprochen.
- Die liturgische Einbettung des Abendmahls im Gottesdienst ist so zu gestalten, dass Gemeindeglieder, die nicht daran teilnehmen wollen, sich nicht herabgesetzt fühlen.
- Die Kirchgemeinde ist – bspw. via Website – über die Form des Abendmahls im Voraus zu informieren.

Diese Regelungen sind mit den Dekaninnen und Dekanen abgesprochen. Es sollen damit am Bettag und am Reformationssonntag vorerst Erfahrungen gesammelt werden.

Das Singen im reformierten Gottesdienst hat drei (unaufgeb- und nicht ersetzbare) Funktionen:

- Das Singen bildet das Zusammengehörigkeitsgefühl, das die feiernde Gemeinde konstituiert.
- Das Singen beteiligt alle Anwesenden aktiv.
- Das Singen ist ein emotionaler Glaubensausdruck, indem singend gebetet und/oder verkündigt wird.

Daher soll in den Gottesdiensten gesungen werden. Gleichzeitig ist jedoch die Gefahr der Ansteckung mit dem Corona-Virus zu beachten. Deshalb gilt:

- Es wird nur kurz gesungen, also keine vielstrophigen Lieder, sondern ein bis zwei einzelne Liedstrophen, kurze Kehrverse oder Liedrufe.
- Es werden keine Gesangbücher verwendet.
- Es muss während des Singens ein Mund-Nasen-Schutz (Hygiene-Schutzmaske) getragen werden. Kinder bis 12 Jahre sind von der Maskenpflicht befreit.

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Gemäss Bundesamt für Gesundheit BAG ist ein «besonderer Schutz von Personen ab 65 Jahren oder mit bestimmten Grunderkrankungen am Arbeitsplatz über die grundlegenden Schutzmassnahmen hinaus nicht mehr notwendig. Es gilt die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers.»

Religionspädagogischer Unterricht findet statt. Verbindliche religionspädagogische Module, die zwischen 17. März und 7. Juni stattgefunden hätten, gelten als besucht und müssen nicht nachgeholt werden. Das Schutzkonzept RPG wurde entsprechend angepasst. Es steht auch eine Vorlage für Anlässe von Kirchgemeinden mit Kindern und Jugendlichen zur Verfügung, die auf die Situation vor Ort angepasst werden kann.

Reisen, Exkursionen und Lager können unter Einhaltung der Schutzvorschriften durchgeführt werden. Es liegen dafür eine Vorlage für ein Schutzkonzept sowie eine Checkliste vor, die auf den Schutzkonzepten der Jugendverbände basieren, welche die vom BAG vorgegebenen und vom Bundesamt für Sport (BASPO) plausibilisierten Richtlinien einhalten.

Die Hauptverantwortung für Lager liegt grundsätzlich bei der Kirchenpflege der jeweiligen Kirchgemeinde, die wiederum eine Person als Lagerverantwortliche definieren muss. Das Schutzkonzept des einzelnen Lagers, das auf den beiden vorliegenden Dokumenten basiert, kann auf Wunsch noch mit der kantonalzürcherischen Coronavirus-Hotline Telefon 0800 044 117 abgeglichen werden. Wenn ein Lagerhaus über ein eigenes Schutzkonzept verfügt und Zweifel anmeldet, ob diese Schutzbestimmungen mit einem Lager eingehalten werden können, kann die Lagerleitung schriftlich die Verantwortung zur Einhaltung der Schutzmassnahmen übernehmen und so die Hausverantwortlichen entlasten.

Für die Durchführung von Senioren-Reisen steht ebenfalls eine Hilfestellung zur Verfügung.

Seelsorge mit physischer Anwesenheit ist in kirchlichen Amtsräumen oder auf Wunsch auch besuchsweise unter Einhaltung der Schutzmassnahmen zulässig. Die Seelsorge in Spitälern und Heimen erfolgt im Rahmen der Regelungen der betreffenden Institution. Die Gemeindepfarrerinnen und -pfarrer sind aufgefordert, mit den von ihnen betreuten Institutionen Kontakt aufzunehmen und die Möglichkeiten zu klären. Von der Gesundheitsdirektion des  Kantons Zürich u.a. liegt ein entsprechendes Merkblatt vor.

Chorproben sind unter Anpassung der Settings und Einhaltung der Schutzmassnahmen möglich. Der Kirchenrat hat dazu das bisherige «Schutzkonzept für Chorproben» überarbeitet. Die darin aufgelisteten Massnahmen sind verbindlich.

Die zu Beginn der Pandemie zur Verfügung gestellte Ideenliste für alternative Gemeindeangebote ist mittlerweile in ein stehendes bzw. weiter auszubauendes Angebot überführt worden ist. Etliche der originellen und erfolgreichen Projekte verdienen auch in Zukunft Nachahmung: https://www.zhref.ch/antworten

Urheberrecht: Die EKS hat mit der VG Musikedition eine Vereinbarung treffen können, die es den Kirchgemeinden erlaubt, im Rahmen von Live-Streams von Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen gottesdienstlicher Art (bzw. Formate, die diese ersetzen) Liederblätter mit Noten und Texten einzublenden. Diese Regelung umfasst Einblendungen im Zusammenhang mit der zeitgleichen und zeitversetzten (max. 72 Stunden) Übertragung. Die Regelung ist zunächst befristet bis zum 15. September. Liederblätter zum Download anzubieten ist leider nicht möglich – die VG Musikedition verfügt nicht über diese Rechte.

Die EKS hat ihren Kollektivvertrag mit der Suisa erweitert: Die Verbreitung von Gottesdiensten und gottesdienstähnlicher Gemeindeanlässe via Internet, Streaming etc. inklusive der darin enthalten Musikaufführungen ist neu durch den Vertrag abgedeckt – sofern die Anlässe nicht kostenpflichtig sind und kein Eintritt erhoben wird.

Sie finden die Detailbestimmungen zu den vorstehenden und weiteren Themen in den angepassten Weisungen und Empfehlungen des Kirchenrates vom 24. Juni bei den Downloads für Kirchgemeinden: https://www.zhref.ch/themen/corona/corona-downloads-kirchgemeinden

Solidarität mit Menschen im Süden
Covid-19 bestimmt zurzeit den Alltag in unserem Land. Wie besorgniserregende Berichte zeigen, sind die Auswirkungen der Pandemie in Ländern des Südens jedoch viel verheerender als hierzulande. Damit deren Stimmen auch bei uns gehört und wahrgenommen werden, hat Brot für alle den Blog «Blick über den Gartenzaun» lanciert (https://brotfueralle.ch/blog). Wir laden Sie ein, diesen Blog weiterzuverbreiten.

Aus derselben Besorgnis heraus hat auch Mission 21 in den Sozialen Medien eine Solidaritätsaktion gestartet: Menschen sollen anderen Menschen mit Fotos, Videoclips, Texten usw. Mut machen und dies unter dem Hashtag ZeichenDerHoffnung verbreiten. Vorschläge und eine Anleitung finden sich hier: https://www.mission-21.org/informieren/news/detail/ein-zeichen-der-hoffnung-setzen

Unter dem Versammlungsverbot leiden insbesondere auch die Sammelkampagnen der Werke, so etwa die ökumenische Kampagne "Sehen & Handeln" von Brot für alle/Fastenopfer zum Thema Saatgut. Die Erträge aus dem traditionellen Rosenverkauf, den Suppentagen und Kuchenverkäufen entfallen und fehlen letztlich den Menschen, für die sie vorgesehen waren. Hinweise, wie die Kampagne online aufgenommen werden kann, finden sich auf der Website von Bfa: www.brotfueralle.ch. Der Kirchenrat bittet die Kirchgemeinden, deren Mitglieder zu einer separaten Spende aufzufordern und ggf. auch selber einen Beitrag aus ihren freien Reserven zu beschliessen und zu überweisen:
Postkonto 40-984-9 / IBAN CH95 0900 0000 4000 0984 9, Brot für alle, Bürenstrasse 12, 3007 Bern

Der Pandemie-Stab der Landeskirche und die Gesamtkirchlichen Dienste haben zu weiteren Bereichen Hilfestellungen und Materialien zusammengestellt. Sie finden sie hier.

:: Downloads für Kirchgemeinden

:: Website des Bundes mit Weisungen

:: Website des Kantons Zürich mit Weisungen

:: Gebete